In der Universitätsstraße sind Arbeiten für „Garten des Gedenkens“ angelaufen

Erinnerung an Synagoge

Baubeginn für den „Garten des Gedenkens“ in Marburg: Unterhalb der Stadtmauer soll der Hang mit einer Stützmauer gesichert werden. Foto: Rainer Kieselbach

Marburg. Begonnen haben die Arbeiten am „Garten des Gedenkens“ auf dem ehemaligen Synagogengrundstück in der Universitätsstraße in Marburg. Das Projekt wird voraussichtlich etwa 900 000 Euro kosten.

Bausubstanz erhalten

Bei archäologischen Untersuchungen war im September 2008 auf dem Gelände der ehemaligen Synagoge festgestellt worden, dass nach der Zerstörung 1938, dem Abbruch der Baureste 1938/39 und der Umgestaltung im Jahr 1963 noch Original-Bausubstanz im Boden erhalten geblieben ist.

Die Universitätsstadt Marburg und die Jüdische Gemeinde verständigten sich darauf, auf dem Grundstück eine neue Gedenkstätte zu errichten, mit der über die Architektur des Synagogenbauwerks und die geschichtlichen Geschehnisse an diesem Ort informiert werden soll. Die Gedenkstätte soll den Platz als früheren Ort jüdischen religiösen Lebens würdigen und als eine einladende Fläche für die Öffentlichkeit dienen. In diesen Tagen wurde mit den Arbeiten an dem „Garten des Gedenkens“ begonnen.

Hangsicherung

Im ersten Schritt erfolgt unterhalb der aus der Zeit zwischen 1180 und 1200 stammenden Stadtmauer die Hangsicherung mit einer Stützmauer. Danach sollen die bisher noch nicht archäologisch erkundeten Flächen auf dem Areal untersucht werden. Identisch mit den Grundrissen der ehemaligen Synagoge wird anschließend eine Rasenfläche den Standort andeuten.

Die Arbeiten an dem ambitionierten Projekt sollen rechtzeitig zum Gedenktag am 9. November im kommenden Jahr abgeschlossen sein. (nh/off)

Quelle: HNA

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