Hugenotten- und Waldenserpfad

Erlebnisorte mit Hugenottengeschichte

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Bei ihrem 50. Arbeitstreffen in Sarnau berieten die Mitglieder der Projektgruppe „Hugenotten“ Erlebnisangebote für Besucher der Burgwaldregion. Wanderkarten und Routenführer sind bereits erarbeitet worden.Fotos: vk

Burgwald/Sarnau - Die Projektgruppe "Hugenotten" der Entwicklungsgruppe Region Burgwald-Ederbergland traf sich zum 50. Mal - Anlass für Dank, einen Rückblick und französisches Essen.

Die örtlichen Kultur- und Heimatvereine waren es zunächst, die sich im Zuge der Regionalentwicklung des Burgwald-Raumes 1994 trafen. Daraus hat sich eine „Projektgruppe Hugenotten“ entwickelt, die heute eng mit internationalen Partnern entlang des europäischen Fernwanderweges „Hugenotten- und Waldenserpfad“ verbunden ist.

„Die Region Burgwald-Ederbergland bedankt sich herzlich für Ihre langjährige Mitwirkung“, erklärte Regionalmanager Stefan Schulte, als er das 50. Arbeitstreffen dieser Projektgruppe mit einem Bilderrückblick und französischem Büffet festlich gestaltete.

Wegbegleiterin der Projektgruppe, in der sich Vertreter der Hugenottenorte Schwabendorf, Todenhausen, Hertingshausen, Wiesenfeld und Louisendorf engagieren, war Dr. Renate Buchenauer (Marburg). Sie schilderte die grenzüberschreitende Kooperation, die das Projekt „Auf den Spuren der Hugenotten und Waldenser“ im europäischen Leader-Programm mit dem Ziel einer Entwicklung ländlicher Regionen inzwischen so erfolgreich macht. Dies sei nur wegen der nationalen Aktivitäten möglich, wie etwa bei der feierlichen Eröffnung des Kulturfernwanderweges für Hessen in Wiesenfeld 2012 deutlich sichtbar geworden sei. Buchenauer dankte allen freiwilligen Helfern, die sich bei der Auszeichnung und Ausstattung des Hugenottenpfades eingesetzt hatten.

„Wir bekommen immer häufiger Anfragen nach unserem Routenführer für Nordhessen, in dem der Fernwanderweg von Bad Karlshafen bis nach Wiesenfeld mit Karten und Kulturtipps dargestellt ist“, berichtete Buchenauer. Jeweils donnerstags von 17 bis 19 Uhr können dazu Informationen unter Telefon 06421/9535828 bei Hans-Jürgen Vinçon am „Wandertelefon“ abgerufen werden.

Stefan Schulte dankte Renate Buchenauer im Namen der Region Burgwald-Ederbergland für ihre fachliche Begleitung der Projektgruppe und überreichte ihre eine Gedenkmedaille des Genfer Reformations-Museums.

Um Hugenottengeschichte nachvollziehbar zu machen und für Gäste interessante Erlebnisorte zu schaffen, wird die Projektgruppe bis zum Sommer 2013 in der Region Burgwald weitere themenbezogene Angebote machen, kündigte der Regionalmanager an. Dazu gehören „Erlebnisorte“ mit Objekttafeln und offene Kirchen ebenso wie Rastmöglichkeiten und Gasthäuser mit hugenottisch-französischer Küche wie das Hotel Village in Sarnau. Regelmäßig wiederkehrende Veranstaltungen wie Kräutermarkt Wiesenfeld, Hugenottenmarkt Todenhausen, Backhausfest Schwabendorf oder Lavendelfest Hertingshausen sollen aufgenommen werden, auch das 325-jährige Dorfjubiläum von Louisendorf am ersten Augustwochenende 2013.

Die Region Burgwald-Ederbergland hat mit ihrer Projektgruppe „Hugenotten“ für Gäste in den vergangenen Jahren erfolgreich eine Reihe von besonderen Erlebnisangeboten entwickelt, die Stefan Schulte in einer Bilderrückschau zeigte. Dazu gehören Erzähl- und Eselwanderungen im Burgwald, historische Wanderungen und Ortsführungen, Lesungen und Theaterstücke, Übernachtungen in den Wohnwagen „Roulottes“ mit Lagerfeuer, Vorträge und Tonbildschauen zur Geschichte. Entwickelt werden sollen Pauschalangebote in Zusammenarbeit mit den Marburger, Burgwalder und Frankenberger Tourismusbüros.

(vk)

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