Frankenberg

Ermittlungserfolg für Polizei

- Frankenberg (r). Mehr als zwei Jahre nach dem Überfall auf eine Geschäftsfrau wurde einer der beiden Täter anhand von DNA-Spuren ermittelt.

Die Ermittler hoffen, jetzt auch noch einen zweiten Räuber überführen zu können.

Vor mehr als zwei Jahren, am 8. Juni 2009, überfielen zwei maskierte Männer gegen 23 Uhr die Tupperwaren-Bezirkshandlung am „Illersteg“. Die Täter erbeuteten 10 000 Euro und konnten zunächst unerkannt flüchten. Trotz intensiver Ermittlungen konnte die Kriminalpolizei bislang keinen Täter ermitteln. Moderne Kriminaltechnik brachte jetzt aber doch noch den Erfolg.

Am Tatort sicherten die Kriminaltechniker seinerzeit Spuren. An einer dieser Spuren konnte jetzt durch das Institut für Rechtsmedizin in Gießen DNA-Material festgestellt werden, das die Ermittler der Korbacher Kripo zu einem 29-jährigen aus Wetzlar führte. „Der gebürtige Russlanddeutsche ist der Polizei bereits bestens bekannt und sitzt wegen ähnlicher Delikte zurzeit in der JVA Fulda und verbüßt dort eine mehrjährige Haftstrafe“, erklärte Polizeisprecher Volker König. Nun müsse der Mann sich auch noch wegen des schweren Raubes in Frankenberg verantworten. „Die Kripo in Korbach ist guter Dinge nun auch noch seinen Mittäter zu ermitteln“, sagte König. Die mit Pistolen bewaffneten und mit Sturmhauben maskierten Männer hatten die Frau beim Verlassen der Firmenräume am Illersteg am Haupteingang abgepasst. Sie forderten sie auf, sich auf den Boden zu legen. Einer der Täter fesselte ihr die Hände auf dem Rücken und verklebte ihr den Mund.

Die Männer durchsuchten einen Korb der Frau und entdeckten darin eine Tasche Bargeld. Die Täter ließen die Frau im Flur liegen, flüchteten schließlich nach draußen und schlossen die Eingangstür mit dem zuvor erbeuteten Schlüssel von außen ab. Der Frau gelang es schon nach wenigen Minuten, per Notruf die Polizei zu alarmieren.

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