Erneut über 200 Wanderer in Dodenau – Grenzstein feierlich eingeweiht

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Silberdiebe: Die Räubner, die die Beute im Handwagen versteckt hatten (Frank Biebighäuser-Becker und Karlfried Bäumner), wurden von Amtmann Rube und seinen Männern überrascht.

Dodenau. Silberdiebe und einen fantastischen Ausblick – das gab es bei der dritten Wanderung unter dem Motto „300 Jahre Grenzbeschreibung“ in Dodenau. Über 200 Wanderfreunde liefen die 14 Kilometer lange Strecke mit.

Busse brachten die Wanderer an den Startpunkt unweit des Dachsloches - dem nördlichsten Zipfel der Dodenauer Gemarkung. Von dort führte der Weg zum ehemaligen Forsthaus Elbrighausen; hier verläuft die Grenze zwischen Dodenau und Bromskirchen. Dort fanden die Grenzspiele statt.

Da die guten Beziehungen zwischen den beiden Orten wenig Stoff für eine spannende Geschichte boten, kam ein wenig Fantasie zum Einsatz: Die Geschichte eines historisch nicht belegten Silberraubes aus dem Jahr 1711 wurde dargestellt. Frank Biebighäuser-Becker und Karlfried Bäumner spielten zwei Räuber, die sich diebisch darüber freuten, mit der Silberausbeute eines halben Jahres davongekommen zu sein. Der Handwagen, den sie dabei hatten, war gut gefüllt. Amtmann Rube (Werner Bergener) hatte aber von dem Raub Wind bekommen und lag mit seinen Männern am Forsthaus auf der Lauer. Mit Gewehrknall und Pulverdampf sprangen Rube und seine Männer aus dem Gebüsch und machten die Diebe unter dem Applaus dingfest. Zur Festigung der guten Beziehungen wurde ein Grenzstein eingeweiht. Anschließend machten sich die Wanderer an das Erklimmen des großen Buchenfürsten. Der lange Anstieg lohnte sich; unterwegs gab es fantastische Ausblicke. Wer nicht so gut zu Fuß war, konnte auf einen Planwagen aufsteigen.

In der Mittagspause sorgte die Dodenauer Wirtevereinigung, einschließlich des Teams der Metzgerei Kurzeknabe, für die Verpflegung der hungrigen Wanderer. Anschließend führte der Weg weiter auf die Silberlöcher. Willfried Morgenrot von der Battenberger Bergbausparte erzählte interessante Details über den damaligen Bergbau. Zwar wurden tatsächlich kleine Mengen Silber gefunden, allerdings hätten Diebe ihren Handwagen damit nicht so füllen können wie die Kumpanen in den Grenzspielen. Ziel war erneut das Wildgehege. Dort gab es einen gemütlichen Ausklang der Wanderung mit Bratwürstchen, Kaffee und Kuchen.

Mehr Bilder gibt es auf der Homepage des Vereins „825 Jahre Dodenau“: www.dodenau.npage.de

von Verena Schmidt

Quelle: HNA

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