Ernst Klein referierte über Kindertransporte während des Nationalsozialismus

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Referierte über Kindertransporte: Ernst Klein vom Volkmarser Verein Rückblende – Gegen das Vergessen (rechts). Unser Bild zeigt Klein zusammen mit dem Vorsitzenden des Battenberger Geschichtsvereins, Jürgen Hübner (links), sowie den beiden Flötistinnen Theresa Born und Nadine Horsel, die die Veranstaltung musikalisch umrahmten.

Battenberg. Über ein schweres und oft missverstandenes Kapitel deutscher Geschichte hat Ernst Klein, Vorsitzender des Volkmarser Vereins „Rückblende“, im alten Battenberger Rathaus referiert: Über „Kindertransporte“ während des Dritten Reiches.

Zwischen Ende 1938 und Mitte 1939 sind laut Klein „einige Tausend“ Kinder jüdischen Glaubens der nationalsozialistischen Vernichtungsmaschinerie entkommen.

Etwa 10.000 Kinder wurden nach Großbritannien gebracht, 2500 in die Niederlande. „Diese Aussage stimmt nicht“, sagte Klein zu der verbreiteten Ansicht, die ins Ausland verschickten Kinder jüdischen Glaubens hätten „Glück gehabt“. Vielmehr seien diese Kinder „aus purer Verzweiflung“ von ihren Eltern ohne Geld, ohne Bezugsperson und oft auch ohne Sprachkenntnisse „in die Welt geschleudert“ worden.

Und: Während die nach Großbritannien gebrachten Kinder größtenteils überlebten, seien die meisten der nach Holland gebrachten jüdischen Kinder später doch noch umgebracht worden.

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Quelle: HNA

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