Erst ein paar Tassen Tee

Gemündener bildet Feuerwehr in den Emiraten aus

Als Feuerwehrmann in den Vereinigten Arabischen Emiraten: Michael Stehl (rechts) während eines Einsatzes bei einem Brand in einer Fabrik. Mehrere Container mussten gelöscht werden. Foto: privat

Gemünden. Der Gemündener Michael Stehl bildet in den Arabischen Emiraten Feuerwehrleute aus. "Es ist schwer, Vertrauen aufzubauen", berichtet er.

Gemünden. Seinen Urlaub hat Michael Stehl dort verbracht, wo er zu Hause ist. Bei seiner Familie und den Freunden in Gemünden. Für zwei Wochen war der 25-Jährige, der Anfang des Jahres als Feuerwehrmann in die Vereinigten Arabischen Emirate gegangen war (HNA berichtete), in der Wohra-Stadt.

Stehl, der in dem Emirat Fujairah an der Ostküste des Landes unter anderem arabische Feuerwehrleute schult und ausbildet, berichtet, dass es für ihn nicht ganz so leicht gewesen sei, mit der arabischen Mentalität zurecht zu kommen.

„Bei uns in Deutschland spricht man Kritik meist direkt aus. Das geht in den Emiraten nicht. Dort muss man behutsamer mit den Einheimischen umgehen - sie vielleicht erst einmal loben, bevor man Dinge anspricht, die verbessert werden müssen“, sagt der Gemündener.

Gerade für einen Fremden wie ihn, der anderen etwas beibringen wolle, sei es anfangs schwierig gewesen, Vertrauen aufzubauen. „Doch nach einigen Tassen Tee und gemeinsamen Essen ist es dann immer besser geworden“, sagt Michael Stehl.

Der 25-Jährige erzählt, dass viele Feuerwehrleute aus den Emiraten, die er mit anderen Kollegen aus Europa ausbildet, noch nicht das nötige Grundwissen haben. „Da fängt man bei Null an und erklärt zunächst, was Feuerwehr heißt und wie die verschiedenen Einsatzfahrzeuge funktionieren. Es folgen mehrere Trainings und irgendwann sind die Feuerwehrleute in der Lage, zu Einsätzen mitzufahren.“

Von Philipp Daum

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Quelle: HNA

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