Vorschläge für Ellershäuser Jubiläumsjahr 2016 liegen vor

Erste Planungen für die 1000-Jahr-Feier

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Ellershausen feiert im Jahr 2016 ein ganz besonderes Jubiläum: Die Ersterwähnung jährt sich zum 1000. Mal. Die Vorbereitungen für das Jubiläumsjahr haben begonnen. Ab sofort sind alle Ellershäuser aufgerufen, sich an der Organisation mit Tatkraft und Ideen zu beteiligen. Foto: Andrea Pauly

Frankenau-Ellershausen - Die Veranstaltungen, die ohnehin jedes Jahr stattfinden, sollen in das Programm zum Jubiläumsjahr eingebunden werden. Hinzu kommen ein Kommers und ein Stehender Festzug. Das hat der Vorstand der Vereinsgemeinschaft vorgeschlagen. Jetzt sind alle Ellershäuser aufgerufen, sich zu diesen Plänen zu äußern und an der Vorbereitung der 1000-Jahr-Feier mitzuarbeiten.

„Wir haben keine Zeit mehr zu vertrödeln“, betonte Kerstin Kollmar. Sie stellte im Namen des Vorstands der Vereinsgemeinschaft am Freitagabend zahlreichen Interessierten aus den vier Vereinen die bisherigen Ideen für die 1000-Jahr-Feier vor, die Ellershausen 2016 feiert. Alle Ellershäuser sind nun aufgerufen, sich an der Planung für das große Fest zu beteiligen. Der Vorstand der Vereinsgemeinschaft - also die vier Vorsitzenden von Feuerwehr, Hausfrauenverein, Sportverein und Männergesangverein - sowie der Ortsvorsteher haben dafür eine Arbeitsgrundlage geschaffen.

„Es ist ein Vorschlag“, betonte der Vorsitzende und zugleich Ortsvorsteher Volker Dreiling gleich mehrfach, „und der soll von Euch ergänzt werden“.

Weder das Programm, noch der Verlauf des Stehenden Festzuges oder die Gestaltung der Jubiläums-Shirts, die der Vorstand bisher ausgearbeitet hat, müssten auch so umgesetzt werden wie derzeit vorgesehen. Höhepunkt der 1000-Jahr-Feier soll ein Stehender Festzug am 3. Juli 2016 werden. Dafür haben sich Vertreter der Vereinsgemeinschaft die Festzüge in Louisendorf, Schiffelbach und Liesen angeschaut und stehen in Kontakt mit den Veranstaltern.

Sie schlagen vor, den Stehenden Festzug zwischen Dorfgemeinschaftshaus, Kirche und Drehscheibe stattfinden zu lassen und Höfe in der Lengeltalstraße, der Ringstraße, einem Teil der Saalenstraße, im Torweg und in der Felsenstraße als Standorte für Verkaufsbuden zu nutzen - vorausgesetzt, die Eigentümer sind damit einverstanden. „Die Fahrbahnen der Straßen müssen frei von Ständen bleiben“, sagte Kerstin Kollmar. Das sei nicht nur angenehmer für die Besucher, sondern auch wichtig, um die Rettungswege freizuhalten.

Der Vorstand der Vereinsgemeinschaft hat auch schon Entwürfe für T-Shirts zum Fest vorbereitet. Dabei haben sie sich am Logo orientiert, das bereits vor einiger Zeit ausgewählt wurde, und haben grüne und weiße Shirts ausgewählt - aber auch das sei nur ein Vorschlag, betonte Kerstin Kollmar. Das Logo könnte auch auf Tassen, Aufkleber und Regenschirme gedruckt werden. Auch dazu sind noch weitere Ideen erwünscht.

Der Vorstand verteilte Bewertungsbögen, auf denen die Anwesenden um ihre Meinung zu den Vorschlägen und Ergänzungen zum Programm gebeten wurden. Auch ein Feld für einen Fest-Slogan befindet sich darauf. Die sollen bis zum nächsten Treffen am 27. Oktober ausgewertet und die Beiträge aus den Vereinen in die Planung eingearbeitet werden.

Kritik kam dazu aus dem Sportverein: Schon vor Monaten habe der Verein die angeforderte Liste mit Namen potenzieller Helfer abgegeben. Seither sei nichts passiert. Dreiling rechtfertigte sich: Aus anderen Vereinen hätten die Listen noch nicht vorgelegen.

Auch die Kritik von Manfred Rogalla, dass auf der Internetseite www.ellershausen.info bisher nur jahrealte Beiträge zu finden seien, wollte Dreiling nicht auf sich sitzen lassen: Für die alten Beiträge seien andere Personen zuständig. Und für die neuen Interessenten, die sich schon vor Monaten bereit erklärt hatten, die Pflege für die Seite zu übernehmen, müsse erst ein Termin mit dem technischen Betreuer der Seite stattfinden.

Auch die Finanzierung spielte in der Versammlung eine Rolle. Auf Nachfrage stellte Kerstin Kollmar klar, dass die Stadt bei der Ausrichtung der Feier außen vor sei: „Veranstalter sind wir“. Das Dorf trage das Risiko. Aber dafür sei die Vereinsgemeinschaft ursprünglich gegründet und Rücklagen gebildet worden. Volker Dreiling zeigte sich sogar überzeugt, dass diese bereits ausreichten, um die Kosten zu decken: „Wir sollten da gut rauskommen“. Nun komme es darauf an, welches Rahmenprogramm die Ellershäuser wollten. Mit den Kosten für bekannte Musikgruppen steige dann auch das finanzielle Risiko.

Gerd Freitag stellte die Frage, inwiefern das Lengeltal in die Planungen einbezogen wurde: „Bei so einer Feier muss das Lengeltal als landschaftlicher Trumpf dabei sein“. Dreiling sagte daraufhin, dass der Vorstand den Mühlenbesitzern nichts habe vorschreiben wollen. „Aber wir werden gerne aufnehmen, was sie vorschlagen.“

Appell an alle Ellershäuser

Der Vorstand der Vereinsgemeinschaft appellierte an alle Ellershäuser - nicht nur die Mitglieder der Vereine -, sich an der Vorbereitung der 1000-Jahr-Feier zu beteiligen. Hilfe wird benötigt bei der Festgestaltung, also Technik, Koordination, Aufbau, Straßensperrung, Parkplätzen, Verkauf von Essen und Getränken, Platzierung von Verkaufsständen, Ablauf auf der Aktionsbühne, Musik und Diensteinteilung.

Auch für Behördengänge, Finanzplanung, die Pflege und Gestaltung des Dorfplatzes, Erstellung von Plakaten, Flyern und Programmheften werden Freiwillige benötigt. Auswärtige Vereine und Gruppen müssen kontaktiert und eingeladen und ein Programm für Kinder vorbereitet werden.

Die erste Besprechung für alle, die bereit sind, sich für die 1000-Jahr-Feier einzubringen, findet am Sonntag, 27. Oktober, ab 20 Uhr im „Adeligen Hof“ statt.

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