Symbolische Grundsteinlegung für den Neubau der Vitos Begleitenden psychiatrischen Dienste in Haina

Der erste Schritt hin zur Inklusion

+
Die ersten Kellen Mörtel schaufelten (von links) der Geschäftsführer von Vitos Haina Ralf Schulz, Hainas Bürgermeister Rudolf Backhaus, der Erste Kreisbeigeordnete Jens Deutschendorf, der Geschäftsführer der Vitos-Holding Reinhard Belling und der LWV-Land

Haina (Kloster) - Jeder Weg beginnt mit einem ersten Schritt - im Falle des Neubaus an der Grauhecke soll die Grundsteinlegung nicht nur der erste Schritt zum den lange geplanten Wohnprojekt sein, sondern auch ein Schritt hin zur Inklusion von behinderten Menschen in die Gesellschaft.

Nach jahrelanger Planung wurde dieser Schritt gestern gemacht: Auf der Baustelle an der Grauhecke in Haina legte Ralf Schulz, der Geschäftsführer der Vitos Haina gGmbH, eine Röhre mit der aktuellen Tageszeitung, den Bauplänen und etwas Kleingeld in den hohlen Grundstein. Dann schaufelte im Wechsel mit dem Geschäftsführer der Vitos-Holding Reinhard Belling, LWV-Landesdirektor Uwe Brückmann, Hainas Bürgermeister Rudolf Backhaus und dem Ersten Kreisbeigeordneten Jens Deutschendorf die ersten Kellen Mörtel über die verschlossene Röhre. Auch ein Patient ließ es sich anschließend nicht nehmen, nach dem symbolischen, offiziellen Akt noch einige Schaufeln hinzuzufügen.

An der Grauhecke hinter dem Dorfgemeinschaftshaus entstehen drei neue Gebäude: zwei Wohngruppenhäuser mit vier Wohngruppen für je fünf Bewohner und ein stationäres Wohnheim für 24 Menschen mit seelischen Behinderungen.

Dort werden außerdem Therapie- und Beschäftigungsräume, Büros, Empfang, aber auch ein Wohnzimmer und eine Gemeinschaftsküche eingerichtet. Alle Patientenzimmer sind Einzelzimmer mit eigener Nasszelle und einem barrierefreien Terrassenausgang. Zum Konzept gehört auch ein großer Multifunktionsraum. Die Investitionskosten in Höhe von 4,157 Millionen Euro trägt die Vitos Haina gemeinnützige GmbH zur Hälfte aus Eigenmitteln, die andere Hälfte trägt der Landeswohlfahrtsverband. Die Fertigstellung ist für den Winter 2013/14 geplant.

Mehr lesen Sie in der Freitagausgabe der Frankenberger Zeitung.

Kommentare