Asel-Brücke taucht auf

Erste Spuren des Edersee-Atlantis zu sehen

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Rast auf der Brücke: Wegen des niedrigen Wasserstands im Edersee ist die alte Brücke in Asel zu sehen. Die ersten Besucher freuen sich über die seltene Möglichkeit.

Vöhl-Asel. Die ersten Spuren des versunkenen Atlantis tauchen im Edersee auf: Weil der Wasserstand weiter sinkt, ist seit diesen Tagen die alte Brücke in Asel zu sehen.

94,48 Millionen Kubikmeter Wasser maß der Pegel im Edersee am Dienstagmorgen – rund 105 Millionen Kubikmeter unter Vollstau. Das heißt die Talsperre ist gerade mal zu 47 Prozent gefüllt. Sekündlich fließen in Schmittlotheim 1,96 Kubikmeter zu, in Affoldern aber 32 Kubikmeter ab. 

So viel zu den schnöden Zahlen. In der Praxis führen die zu einem zwar nicht mehr ganz so seltenen, aber trotzdem gern gesehenen Phänomen in Asel: Die alte Brücke taucht auf. Dienstag konnten Fahrradfahrer und Spaziergänger das Bauwerk bereits trockenen Fußes von Asel-Süd aus betreten. In der Mitte wurden sie dann allerdings zur Umkehr oder zur Rast gezwungen, denn noch ist der Spaziergang ans andere Ufer nicht möglich. Erste Besucher freuten sich trotzdem über das nun nicht mehr ganz versunkene Atlantis.

 „Wir beobachten die Brücke und das Interesse sehr genau“, sagt Vöhls Bürgermeister Matthias Stappert. Im Moment sehe er aber noch keine „Notwendigkeit, steuernd einzugreifen“. Die Besucherzahlen seien noch überschaubar. „Wir sind aber jeder Zeit bereit, weitere Parkplätze zu schaffen“, sagt er. 

Auch die Dorfgemeinschaft aus Asel zeigt seit jeher großen Einsatz bei der Lenkung der Besucherströme. Die bundesweite Berichterstattung in den Medien hatte 2015 für einen neuerlichen Ansturm auf die Brücke gesorgt: Damals ragte sie bereits Anfang August komplett aus dem Wasser – mitten in den Sommerferien. Zehntausende Besucher pilgerten zum Atlantis. „Wir freuen uns, dass die Aseler sich so einbringen“, lobt Stappert, „wir wollen uns gemeinsam darum kümmern.“ 

Mehr Gemeinsamkeit wünschen sich viele Einheimische auch wenn es um die Vermarktung des Edersee-Atlantis geht. Die läuft bisher vor allem über Flyer der Ederseetouristik.

Mehr dazu lesen Sie in der HNA Frankenberger Allgemeine am 14. September.

Quelle: HNA

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