Bromskirchen-Somplar

Erster Bauherr aus Somplar erhält Förderung

- Bromskirchen-Somplar (r/-sg-). Die Dorferneuerung in Somplar kommt voran: Der erste private Bauherr hat seine Förderzusage erhalten.

Das bau- und kulturgeschichtliche Erbe bewahren und Dörfer „mit sicherer wirtschaftlicher Grundlage und hoher Lebensqualität weiterentwickeln“ – das sind Ziele der Dorferneuerung in Hessen. Die wendet sich auch an Privatleute: Wer sein Haus sanieren oder leerstehende Ställe und Scheunen umnutzen will, kann eine Förderung des Landes erhalten. Wolfgang Klein hat am Dienstag den ersten von zwei Bewilligungsbescheiden dieses Jahres erhalten. Zur Übergabe war der Leiter des Fachdienstes Dorferneuerung und Regionalentwicklung in der Kreisverwaltung, Axel Friese, mit dem zuständige Sachbebarbeiter für die Dorferneuerung in Somplar, Walter Rinklin, ins Dorf gekommen. Und das nicht ohne Grund: „Mit der Übergabe des Bescheides sollen die Grundstückseigentümer auf die attraktiven Fördermöglichkeiten hingewiesen werden“, erklärt Bürgermeister Karl-Friedrich Frese. Vor etwa einem Jahr wurde Somplar in die Dorferneuerung aufgenommen, seit Anfang dieses Jahres läuft das Landesprogramm offiziell. Seit Mitte des Jahres könnten private Investoren Bauvorhaben gefördert bekommen, erläutert Frese. „Die Förderung beträgt in der Regel 30 Prozent der Kosten, höchstens 30 000 Euro pro Vorhaben.“ Das neue Konzept der Dorferneuerung zielt ab auf „nachhaltige“ Wirkungen und die soziale Entwicklung des Dorfes. Ins Blickfeld rückt dabei auch der Bevölkerungswandel. Gerade in den historischen Kernen wächst die Gefahr, dass Gebäude leer stehen. Daher fördert das Programm auch Sanierungen und Umbauten.Jeder Interessent könne sich bei der Gemeindeverwaltung oder dem von der Gemeinde beauftragten Frankenberger Architekturbüro Scheller & Pauli melden, hebt Frese hervor. Das Büro bietet eine kostenlose Beratung an und klärt ab, was förderfähig ist. Es übernimmt zudem die Vorplanungen sowie die Kostenschätzung. „Die Grundstückseigentümer sollten die Fördermöglichkeiten nutzen“, fordert Frese. „Sie haben dazu insgesamt acht Jahre Zeit.“ Er will auch bei Versammlungen für die Chancen des Programms werben. Bislang hätten sich schon ein Dutzend Interessenten beraten lassen, ein weiterer Antragsteller aus Somplar bekomme noch dieses Jahr seinen Förderbescheid.

Klein beabsichtigt, die Fassade seines Hauses neu zu verschiefern, dabei will er auch neue Fenster einbauen. Die Kosten betragen rund 20 000 Euro, knapp 7000 Euro beträgt die Förderung des Landes. Die ersten kommunalen Vorhaben im Rahmen der Dorferneuerung können frühestens im zweiten Halbjahr 2010 angegangen werden, wenn das Dorfentwicklungskonzept aufgestellt ist. In der zweiten Aprilhälfte soll es vorgestellt und im Mai verabschiedet werden. Für die kommunalen Vorhat die Gemeinde in der Investitionsplanung bis 2013 bereits 400 000 Euro vorgesehen, davon wie berichtet 60 000 Euro im Haushalt für das nächste Jahr. Was getan werden soll, leitet sich aus dem Konzept ab, an dem möglichst viele Somplarer mitwirken sollen. Der Plan, soll Aussagen enthalten, wie das Dorf in Zukunft aussehen soll. Am Konzept wird derzeit intensiv in Arbeitsgruppen gearbeitet. Wer sich ebenfalls engagieren will, wendet sich an Ortsvorsteher Holger Christ. Nächste Termine: Die Arbeitsgruppe Funktion und Gestaltung trifft sich am Montag, 11. Januar, die Arbeitsgruppe Infrastruktur und Grundversorgung am Dienstag, 12. Januar, und die Arbeitsgruppe Vermaktung/Tourismus am Mittwoch, 13. Januar. Beginn ist jeweils um 19 Uhr in der Gaststätte „Zur Post“. Alle Sitzungen sind öffentlich, Interessenten können jederzeit dazukommen.(r/-sg-)

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