Bauarbeiten am Haus "Am Kamp 2" in Somplar laufen nach Plan

Erster Markt nach den Sommerferien

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Bromskirchen-Somplar - Noch ist das Haus am Kamp eine Baustelle, doch schon jetzt ist deutlich zu erkennen, was aus dem einst einsturzgefährdeten Gebäude werden soll: Ein Treffpunkt für die Dorfgemeinschaft zum Feiern, Einkaufen und Schwatzen.

Anfangs war die Skepsis groß: Die Worte „Feuer drunter“ habe er nicht nur einmal gehört, als es darum ging, das seit 25 Jahre unbewohnte Fachwerkhaus in der Straße Am Kamp zu sanieren, erinnert sich der Bromskirchener Bürgermeister Karl-Friedrich Frese. Doch diese Zeiten sind vorbei: „Die Leute im Dorf stehen jetzt dahinter“, sagt er. Die Arbeiten an dem Gebäude gehen zügig voran und schon jetzt ist zu erkennen, dass aus dem einst einsturzgefährdeten Fachwerkhaus ein kleines Schmuckstück werden könnte.

Seit August im vergangenen Jahr bauen Fachfirmen und engagierte Somplarer das Haus am Kamp um. Im Rahmen der Dorferneuerung wird aus dem alten Fachwerkhaus mit Scheune und Stall ein Gebäude, das die gesamte Dorfgemeinschaft nutzen soll. Herzstück wird die ehemalige Scheune, die künftig vor allem als kleine Markthalle genutzt wird, im Sommer aber auch für Feiern zur Verfügung stehen soll. Im linken Gebäudeteil wird das alte Gefache Grundlage für eine kleine Empore, in den Räumen auf der rechten Seite und im hinteren Teil des Hauses ist Platz für Vorstandssitzungen und eventuell eine kleine Heimatstube. Erste Anfragen von privaten Interessenten, die die Scheune für Feiern mieten wollen, liegen laut Frese bereits vor.

Die förderfähigen Gesamtkosten betragen etwa 270.000 Euro. Die Somplarer tragen viel in Eigenleistung zu der Umsetzung des Projektes bei, allen voran Karl Speicher, dessen Einsatz Frese besonders hervorhob. Der Somplarer Ortsvorsteher Holger Christ freute sich über den planmäßigen Verlauf der Arbeiten. Nur im Februar ruhte die Baustelle: „Weil der Winter recht mild war, konnten wir schnell wieder weitermachen“, sagte Christ. Positiv ausgewirkt habe sich auch die Arbeit von Tobias Vaupel, ergänzte Frese: Er überbrückt die Zeit bis zum Beginn seiner eigentlichen Ausbildung zum Fachlehrer als befristet Angestellter der Gemeinde und hat in diesem Rahmen auf der Baustelle mitgearbeitet. „Das hat uns weit nach vorne gebracht“, lobte Frese.

Der Lagerkeller ist bereits fertig, der Boden in der künftigen Festscheune gepflastert. Die alten Balken sind saniert und ausgebessert, das Dach neu gedeckt und Fenster eingebaut. In den kleineren Räumen ist bereits Lehmputz aufgetragen, aber noch nicht gestrichen. In einigen Räumen müssen noch Böden verlegt werden. Viel Arbeit wartet auch noch in den barrierefreien Sanitäranlagen neben der Scheune auf die Helfer.

Eine weitere große Aktion wird auch die Verlegung der Straße „Am Kamp“. Die Fahrbahn wird vom Gebäude weggerückt, um einen Hof zu schaffen, auf dem dann die Marktstände und Verkaufswagen aufgestellt werden. Das Außengelände des Fachwerkhauses wird erst 2013 gestaltet – dann sollen auch Spielmöglichkeiten für Kinder geschaffen werden. Im Rahmen des Umbaus wurde ein alter Wunsch der Dorfgemeinschaft gleich mit erfüllt, berichten Frese und Christ: Bisher fehlte eine Toilette für die Besucher der Kirche und des Friedhofes. Sie können demnächst bei Gottesdiensten und Beerdigungen die neue Toilette im Keller des Hauses nutzen. Nach den Sommerferien soll der erste Markttreff stattfinden. Das Ziel ist es, jeden Samstag dass dort nicht nur Lieferanten und Vermarkter, sondern auch die Generationen aus dem Dorf an dem alten Fachwerkhaus zusammentreffen, sagt Bürgermeister Frese: Während die Kinder spielen, könnten Großeltern ein Schwätzchen halten und die Eltern einkaufen. Schon früher soll der Getränkeverkauf am neuen Markttreff starten.

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