Erstes Fachforum für Holzenergie beim Heiz- und Kältetechnik-Hersteller Viessmann

Bei seiner Ansprache: Prof. Dr. Martin Viessmann.

Allendorf-Eder. Um technische Möglichkeiten und finanzielle Fördermöglichkeiten geht es bei einem Holzenergie-Forum, des Allendorfer Heiz- und Kältetechnikhersteller Viessmann.

Rund 200 Fachhandwerker, Planer und Architekten aus der gesamten Bundesrepublik nehmen an diesem ersten Viessmann-Forum für Holzenergie teil.

Der niedrige Ölpreis sowie „die in starkem Maße beschnittene Förderung der Bioenergie“ böten nicht gerade ideale Rahmenbedingungen für das Heizen mit Holz, sagte Firmenchef Prof. Dr. Martin Viessmann am Dienstag in seiner Eröffnungsansprache. Gleichwohl setzt Viessmann auf nachwachsende Rohstoffe. „Der gesamte Wärmebedarf am Standort Allendorf wird schon heute durch Bioenergie gedeckt.“ Unter anderem wird das Holz von 170 Hektar Kurzumtriebsplantagen alle drei bis vier Jahre geerntet und zu Hackschnitzeln verarbeitet.

Der weitere Ausbau der Bioenergie sei absolut unverzichtbar, wenn man die politisch bis 2050 gesteckten Klimaziele - unter anderem die Senkung des CO2-Ausstoßes um 80 Prozent im Vergleich zu 1990 - erreichen wolle, ist Viessmann überzeugt. Mit Solarenergie und Wärmepumpen allein sei dieses Ziel nicht zu erreichen. Heizen mit Holz sei „klimaneutral“. Holz sei vor Ort verfügbar und weder auf Sonne noch auf Wind angewiesen und damit ein wichtiger Grundlastträger für die künftige Energieversorgung.

Und doch: „Erneuerbare Energien kommen nicht wirklich voran“, stellte Martin Viessmann fest. Der Absatz von Biomassekesseln sei 2014 um 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Die Solarthermie sei „genauso rückläufig“. Der „historisch niedrige Ölpreis“ spiele dabei wohl eine entscheidende Rolle. Immerhin gebe es seit April ein „Anreizprogramm“ für emissionsarme Pellet- und Hackschnitzel-Heizkessel. (off)

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Quelle: HNA

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