Was Europa der Region bringt

Staatssekretärin lobt Umgestaltung der Löhlbacher Schule zum Dorfzentrum

Dorfzentrum Löhlbach: Staatssekretärin Zsuzsa Breier besichtigte den Umbau von der Schule zum Einkaufszentrum. Mit dabei (von links) Bürgermeister Rudolf Backhaus, Beigeordneter Herbert Scholl, Kreisbeigeordneter Hubert Thorwirth, Erster Beigeordneter Hermann Möller, Parlamentschef Wilhelm Schäfer und Gemeindevertreter Bernhard Keute. Foto: Biedenbach

Löhlbach. Über das Lob von Hainas Bürgermeister Rudolf Backhaus freute sich die Staatssekretärin für Europaangelegenheiten, Dr. Zsuzsa Breier, bei ihrem Besuch am Donnerstag.

Die EU hatte das Dorfzentrum Löhlbach mit 150.000 Euro gefördert. „Die Förderung lief unbürokratisch. Das war toll“, sagte Backhaus Da sehe man, dass die EU nicht nur das bürokratische Monstrum sei, als das es dargestellt werde, kommentierte der Gast.

Gekommen war sie, um sich anzusehen, was mit dem Geld geschaffen wurde. Bürgermeister, Mitglieder von Gemeindevorstand und Parlament erläuterten der Staatssekretärin aus Wiesbaden, dass das Projekt nach der plötzlichen Schulschließung entstanden war, dass Tegut mit seinem Lädchen für alles, eine Sparkassenfiliale, ein Café, Betreutes Wohnen und eine Praxis für Physiotherapie in die umgebauten Schulräume eingezogen sind.

Das neue Dorfzentrum, das insgesamt 1,2 Millionen Euro kostete, sei ein Kraftakt für die Gemeinde. Es werde aber gut angenommen. Die Menschen freuten sich über die Einkaufsmöglichkeiten, sagte der Bürgermeister. Auch die Staatssekretärin gewann den Eindruck, dass das EU-Geld gut angelegt sei. Das Projekt trage dazu bei, die Lebensqualität vor Ort zu erhalten, das komme Jung und Alt zugute.

Neben der Förderung von Großprojekten sei die Unterstützung solcher kleinen Projekte auf dem Land wichtig, betonte Szuzsa Breier. Wichtig war dem Gast, das angesichts der Eurokrise negative Image Europas zu verbessern. Es gehe darum zu zeigen, was Europa den Menschen bringe. Oft werde nur das Negative gesehen, positive Effekte würden schnell vergessen. Gerade die hessische Wirtschaft profitiere, weil Europa ein wichtiger Absatzmarkt sei, sagte sie.

Ob weitere Segnungen aus Brüssel für die Region zu erwarten seien, wollte Kreisbeigeordneter Hubert Thorwirth wissen. „Wir werden darum kämpfen“, versprach die Staatssekretärin. Verhandlungen über den Finanzrahmen laufen gerade. Angesichts von Sparforderungen werde das zur Verfügung stehende Budget aber nicht größer, sondern geringer ausfallen, sagte sie.

Von Martina Biedenbach

Quelle: HNA

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