Frankenberger Gruppen sind begeistert

Europeade-Stimmung in ganz Helsingborg

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Die Mitglieder der Laisaer Trachtengruppe tanzten beim Festzug durch die Straßen der schwedischen Stadt Helsingborg: Der Verlauf der über dreistündigen Parade aller 248 Gruppen wurde mehrfach geändert und führte teilweise über Rad- und Gehwege.

Frankenberg/Helsingborg - Begeistert von Land, Leuten und dem Europeade-Gedanken „Einheit durch Vielfalt“ sind die Landjugenden aus Haubern, Geismar und Laisa aus Helsingborg zurückgekehrt.

Sommersonne, Pippi Langstrumpf, Meer und bunte Trachten - die Europeade in der schwedischen Hafenstadt Helsingborg war für die über 100 Teilnehmer aus dem Frankenberg Land ein großes Erlebnis. Mit rund 6000 Trachtentänzern und -musikern aus 248 Gruppen und 24 Ländern war das Folklorefestival so groß wie lange nicht mehr.

Schweden war für viele ein Anziehungspunkt. 1080 Teilnehmer kamen aus Deutschland. Mit noch mehr Gruppen war Estland vertreten. Untergebracht in insgesamt 18 Schulen entwickelte sich in der ganzen Stadt echte Europeade-Stimmung. Sprachbarrieren waren schnell überwunden, mit Englisch, Musik und Tanz verstanden sich alle. Die Hauberner Landjugend war zum 26. Mal bei einer Europeade vertreten. Die 34 Tänzer und Begleiter wohnten gemeinsam mit Schuhplattlern aus der Steiermark, einer Kindergruppe aus Polen, Musikern aus Ungarn und zwei Trachtengruppen aus Litauern in einer Schule.

Die Geismarer Landjugend war mit fast 50 Teilnehmern mehrerer Generationen eine der größten Gruppen bei der Europeade. Im gleichen Quartier waren auch die 19 Mitglieder des Trachtengruppe Laisa untergebracht. Während die Hauberner vor der Europeade zwei Tage Urlaub am Strand in der Bucht von Laholm einlegten, verbringen einige Geismarer nach der Europeade noch einige Tage in Schweden.

Das Festival war geprägt von vielen Begegnungen, neuen Freundschaften, einer herrlichen Landschaft am Meer und tollem Sommerwetter. Die Gruppen traten von Donnerstag bis Samstag auf 16 Bühnen in der ganzen Stadt und an einem außerhalb liegenden Schloss auf. Die 130.000-Einwohner Stadt erwies sich als herzlicher Gastgeber. Viele Ehrenamtliche betreuten die Gruppen und sorgten für einen reibungslosen Ablauf. Beim Essen stand Müllvermeidung an erster Stelle, Frühstück und Mittagessen gabs in den Schulmensen aus Mehrweggeschirr. Höhepunkte des Programms waren neben dem von einem kurzen Regeschauer und Autoverkehr geprägten Umzug und dem Europeade-Ball besonders die Eröffnungsveranstaltung und die Abschlusszeremonie in einer über 6000 Zuschauer fassenden Halle.

Die heimischen Gruppen traten gemeinsam mit den anderen hessischen Gruppen aus Besse, Linsengericht und vom Bund kultureller Jugend auf und tanzten den „Watzenborner“, „Winneweh“ und „Mädel mit dem roten Mieder“. Am Sonntagabend versammelten sich alle Gruppen auf der Tanzfläche und tanzten zur Pippi-Langstrumpf-Melodie und Abba-Titeln.

Der Präsident des internationalen Europeade-Komitees Armand de Winter übergab die Europeade-Fahne feierlich an die Vertreterin der Stadt Namur in Belgien, die vom 20. bis 24. Juli 2016 die 53. Europeade ausrichtet. 2017 gehts nach Turku in Finnland. Für 2018 hat sich eine Stadt aus Portugal beworben. (sr)

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