Kuhscherwettbewerb in Bockendorf

Den Euter gekonnt in Szene setzen

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Die beiden erstplatzierten Teams beider Klassen freuten sich ihre Preise (von links): Preisrichterin Ute Hinz, Johannes Hamel, Fabian Fackiner, Sarah Fackiner, Björn Ochse, Niklas Michel, Daniel Seibel, David Kreienberg, Marc Seibel und Wettbewerbsleiterin Ute Ermentraudt. Fotos: Frank Seumer

Haina-Bockendorf - Mehrere hundert Zuschauer haben am Samstag den Wettbewerb im Kuhscheren auf dem Hof Jäger in Bockendorf verfolgt. 18 Züchter aus den Landkreisen Waldeck-Frankenberg und Marburg-Biedenkopf haben ihr Können gezeigt.

Björn Ochse und Daniel Seibel aus Dörnholzhausen hießen die Sieger nach 100 Minuten Kuhscheren. In der Newcomer-Klasse siegten Johannes Hamel und Sarah Fackiner. Die Rinder-Jungzüchterclubs aus Waldeck-Frankenberg und Marburg-Biedenkopf richteten den Wettbewerb aus.

In neun Teams traten die jungen Kuhfans aus beiden Landkreisen an. Ortfried und Oliver Jäger hatten neun Färsen aus ihrem in 2013 erweiterten Boxenlaufstall zum Scheren an einem Fressgitter bereitgestellt. Mit Schermaschinen, Bürsten und Fön gingen die Teilnehmer ans Werk. Sie kürzten nicht nur das Fell am Körper, sondern setzten auch Euter, den Kopf und die Beine der Tiere gekonnt in Szene. Dabei schaute ihnen die Preisrichterin Ute Hinz aus Grebenstein über die Schulter. Sie bewertete die Sauberkeit der Tiere, den Ausdruck von Kopf und Euter, sowie die Top-Line auf dem Rücken. Auch die Zusammenarbeit der Teams floss in die Bewertung ein. „Alle waren total ehrgeizig und mit große Engagement und Fachwissen bei der Sache“, erklärte sie gegenüber der FZ.

Nach der Siegerehrung gab die Preisrichterin den Teams wertvolle Tipps für künftige Wettbewerbe. Ute Ermentraudt vom Landesbetrieb Landwirtschaft und die Vorsitzende des Marburger Jungzüchterclubs Monika Schmutzler dankte der Familie Jäger für die Vorbereitung des Wettbewerbs.

Für alle Teilnehmer gab es neben Geldpreisen auch zahlreiche gestiftete Sachpreise, von Melkfett bis Katzenfutter. Der Kuhscherwettbewerb stieß auf riesige Zuschauerresonanz. Nicht nur Landwirte aus der gesamten Region, sondern auch viele weitere Interessierte kamen ins 80-Einwohner-Dorf Bockendorf und besichtigten den Hof Jäger mit dem in diesem Jahr für 125 Kühe erweiterten und umgebauten Stall. Für das leibliche Wohl war gesorgt. Der Erlös aus dem Kaffee- und Kuchenverkauf kam der Kinderkrebshilfe zugute.

von Frank Seumer

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