Energieversorger will noch in diesem Jahr eine Filiale im Battenberger Rathaus eröffnen

EWF-Kundencenter in der Neuburg

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Battenberg - Der geplante Stützpunkt der Energie Waldeck-Frankenberg (EWF) soll in die Neuburg in Battenberg ziehen. Die Gespräche zwischen Stadt und EWF sind abgeschlossen, es fehlt nur noch die Zustimmung der städtischen Gremien.

Die EWF betreibt seit diesem Jahr das Stromnetz in Battenberg, Hatzfeld und Bromskirchen. Stromverbraucher können ihren Versorger zwar frei wählen, doch schon jetzt sind viele Menschen im Oberen Edertal zu dem Korbacher Unternehmen gewechselt - schon im November hatte EWF-Geschäftsführer Stefan Schaller die Zahl auf tausend Neukunden beziffert. Inzwischen wurden auch die Gas-Konzessionsverträge zwischen den Kommunen und der Energie Waldeck-Frankenberg geschlossen.

Die Konzessionsverträge ermöglichen dem Energieversorger, Straßen, Wege und Plätze für die Verlegung von Stromleitungen zu nutzen.

Stellenanzeigen geschaltet

Erster Stadtrat Georg Röse informierte am Donnerstagabend in der Jahreshauptversammlung der Werbe-Gemeinschaft über die Entwicklung. Eine frühere, leer stehende Dienstwohnung wird zu Büroräumen umgebaut. Die EWF hat Stellenanzeigen geschaltet, um zwei Teilzeit-Angestellte zu finden. Sie sollen in Korbach eingearbeitet werden und dann in Battenberg als Ansprechpartner den Kunden bereitstehen.

Die EWF nutzt außerdem die Scheune neben der Neuburg. Im ersten Stock sollen das Büro des Außenstellenleiters und Aufenthaltsräume für Techniker untergebracht werden, teilte Bürgermeister Heinfried Horsel auf Nachfrage der FZ mit. Er bestätigte "intensive Gespräche zwischen Magistrat und EWF". Das Energieunternehmen würde die Räume umbauen und anmieten.

In den Garagen werden Dienstfahrzeuge der Außenstellenmitarbeiter untergestellt werden. Bei Bedarf können die Garagen laut Horsel aber weiterhin auch für öffentliche Veranstaltungen genutzt werden.

Noch keine Details

Claudia Schmittmann von der EWF bestätigte gegenüber der FZ die Pläne. Weitere Details wolle das Unternehmen erst nennen, wenn die Stadt endgültig grünes Licht gebe. Die Anzahl der technischen Mitarbeiter sei noch nicht klar. "Der Stützpunkt soll noch dieses Jahr eröffnet werden." EWF-Geschäftsführer Stefan Schaller hatte die Zahl der in Battenberg entstehenden Arbeitsplätze im Dezember auf "drei bis fünf" beziffert.

Die Einrichtung der EWF-Außenstelle passe in das langfristige Nutzungskonzept für die Neuburg, erläuterte Horsel. "Das ist ein Glücksfall für die Stadt."

Schwimmbad für die EWF

Die Stadt hat nicht nur die Stromkonzession an die Energie Waldeck-Frankenberg vergeben: Das Hallenbad und das Freibad sollen in den steuerlichen Querverbund der EWF übergehen, die EWF wird Eigentümerin der Bäder. Dies soll Vorteile bringen: 27 Prozent der Verluste beim Betrieb der Bäder können mit Gewinnen der EWF verrechnet werden. Federführend bleibt der Schwimmbad-Zweckverband, der weiterhin alle wichtigen Entscheidungen trifft.

Nach Auskunft von Bürgermeister Heinfried Horsel in der Verbandsversammlung steht die Genehmigung des Finanzamts noch aus. Mehr zur Sitzung des Schwimmbad-Zweckverbands lesen Sie in unten stehendem Artikel.

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