Exkursion zu neuesten Aulesburg-Untersuchungen mit 70 Teilnehmern

Hier stand einmal eine Kirche: Auf dem Plateau der Aulesburg informierte Forstdirektor Manfred Albus (rechts) mit Schaubildern und Fotos über die geophysikalische Vermessung, die erstmals einen Kirchengrundriss tief im Boden sichtbar gemacht hat. Fotos: Völker

Haina-Kloster. Schon viele Jahrzehnte ist Bezirksdenkmalpfleger Dr. Klaus Sippel mit Archäologie befasst, so leicht kann ihn kein Fund mehr aus der Fassung bringen. Aber jetzt war er hellauf begeistert, als er auf dem Plateau der früheren Aulesburg bei Löhlbach stand: „Fantastisch - so etwas sehe ich in meinem Beruf selten! Lange schon haben wir vermutet, dass hier eine Klosterkirche stand, aber nun wissen wir es. Glückwunsch!“ rief er aus.

Mit 70 Wanderern war der Marburger Archäologieoberrat am Ortsrand von Löhlbach aufgebrochen, um aus Anlass des Jubiläums „800 Jahre Kloster Haina“ den um 1140 bezogenen ersten Vorgängerwohnsitz der Zisterzienser auf der Aulesburg zu erkunden. Bereits in vergangenen Jahren hatte er die mit 455 Meter Länge „riesengroße“ Burganlage erforscht, eigene Aufsätze geschrieben und die ersten Grabungsberichte von Carl Wickel aus dem Jahr 1921 studiert.

Nun zeigte er den Teilnehmern noch sichtbare Festungswälle, Teile einer im Osten gelegene Vorburg, legte ihnen Mörtelbröckchen und Sandsteinfragmente in die Hand, weckte ihre Fantasie bei der Vorstellung einer ursprünglichen, kleinen Burg, in deren Bereich sich später die Zisterzienserkonvente aus Kamp niederließen.

Welche Arbeit Manfred Albus, Leitender Forstdirektor der Stiftungsforsten Kloster Haina, mit seinen Mitarbeitern auf dem Bergplateau geleistet hat und welche geschichtlichen Hinweise es noch gibt, lesen Sie in der gedruckten Donnerstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Von Karl-Hermann Völker

Quelle: HNA

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