Schreufa/Hommershausen

Extratour Butzmühlenweg eröffnet: Mehr als 100 Wanderer unterwegs

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- Schreufa (sr). Der neue Butzmühlenweg zählt zu den Extratouren in der Region Burgwald-Ederbergland und wurde am Sonntag als Premiumwanderweg mit dem Deutschen Wandersiegel ausgezeichnet.

Mehr als 100 Wanderer eröffneten am Sonntag den 13 Kilometer langen Rundwanderweg an Nienze und Nuhne.

Mit zwei Wanderliedern eröffnete der Schreufaer Männergesangverein unter der Leitung von Bettina Scholze am Wassertretbecken die Feierstunde. Bürgermeister Christian Engelhardt lobte das große ehrenamtliche Engagement bei der Planung und Markierung des Weges. Federführend waren Günter Faust und Gerhard Kesper vom NABU sowie Mitglieder des Schreufaer Verkehrsvereins.

Mitarbeiter des Betriebshofes haben einen Steg über den Mühlgraben und Trittsteine in die Nuhne gebaut. Die Schreufaer Familie Böhle stellte ein Teil ihres Grundstücks für die Wegeführung zur Verfügung.

„Wandern ist wieder richtig in“, rief Engelhardt den über 100 Teilnehmern entgegen. Die Bewohner der hochtechnisierten Welt würden sich verstärkt auf die eigenen Füße besinnen, die nicht nur Autopedale bedienen könnten, sondern auch leicht und sicher durch Feld und Wald tragen. Der Rathauschef verwies auch auf die hohe ökologische Bedeutung des Nuhnetales als Nahrungsgebiet des Schwarzstorches. Er will sich für eine Renaturierung des Bachlaufes im Rahmen hessischer Förderprogramme stark machen.

Dank an „Wegepaten“

Der Regionalmanager im Burgwald-Ederbergland, Stefan Schulte, betonte, dass die Region im Bereich Wandern viel zu bieten habe. Er überreichte Geschenke an die „Wegepaten“ Horst Kuchen vom Verkehrsverein, Günter Faust vom NABU, Christian Engelhardt von der Stadt und Silvia Fries von der Ederberglandtouristik.

Nach einem Grußwort von Ortsvorsteher Fritz Dehnhardt überreichte Matthias Gruber vom Deutschen Wanderinstitut in Marburg das begehrte Wandersiegel. Anschließend sorgten der Schreufaer Neptun alias Norbert Hentschel und die Nuhnegeister für Aufsehen. Neptun „taufte“ die Wanderer im Namen der Nuhne, der Nienze und der Eder.

Während der Wanderung wies Günter Faust auf die Naturdenkmale Nienzedriesch und Hommershäuser Heide hin, die als europäisches Schutzgebiet nach der FFH-Richtlinie ausgewiesen ist. Die Trockenrasenflächen werden durch Beweidung mit Heidschnucken gepflegt. Der Hommershäuser Wilfried Blanc blickte an der Mündung des Bauerbaches auf die Geschichte einer ehemaligen Mühle im Nienzetal zurück.

Rastpunkte befanden sich am Aussichtspunkt der Hommershäuser Heide und an der Eichenlaub-Hütte im Nuhnetal. Zum Abschluss trafen sich alle Wanderer im Schreufaer Gasthaus „Zur Mühle“. Die Ausstattung des Butzmühlenweg wurde durch Mittel der EU, des Landes Hessen und eines Energieversorgers finanziert. Ein Wanderfaltblatt ist im Gasthaus zur Mühle sowie im Fremdenverkehrsbüro am Frankenberger Untermarkt erhältlich.

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