Dodenau

Extratour "Lindenhardt" eröffnet

- Battenberg-Dodenau (da). Die Region ist um einen attraktiven Wanderweg reicher: Die Extratour „Lindenhardt“ führt um das gleichnamige Waldgebiet nahe Dodenau und bietet Wanderern besonders viele Abwechslungen.

„Extratouren“ sind vom Deutschen Wanderinstitut bewertet und als „Premiumwege“ mit dem deutschen Wandersiegel prämiert worden. Die Urkunden überreichte Karl-Friedrich Frese, Bromskirchener Bürgermeister und Vorstandsmitglied der Region Burgwald-Ederbergland, gestern an Silvia Fries, Geschäftsführerin der Ederbergland-Touristik, und Reinhard Kappes von den Dodenauer Wanderfreunden. Kappes hat als „Pate“ den Weg ausgearbeitet und markiert.

Zur Eröffnung kamen gestern zahlreiche Dodenauer und auswärtige Wanderer, um vom Startpunkt am Wildgehege aus den neuen Weg abzulaufen. „Der Tourismus hat in Dodenau einen besonderen Stellenwert“, sagte Frese. „Es war deshalb klar, dass eine Extratour nach Dodenau kommt.“

Die neuen Wanderwege seien wichtig für den Tourismus, „dienen aber auch der einheimischen Bevölkerung“, betonte er. Insgesamt haben die sieben Extratouren 75 000 Euro gekostet. Das Geld wurde für Hinweistafeln, Tische und Bänke benötigt. Die EU zahlte 40 000 Euro, den Rest – 5000 Euro je Weg – übernahmen die beteiligten Kommunen. „Gut angelegtes Geld“, befand Karl-Friedrich Frese. Die Kommunen müssten sich aber weiterhin um den Erhalt der Extratouren kümmern und beispielsweise Wege freischneiden, betonte er. Er dankte Silvia Fries und Reinhard Kappes für deren Engagement bei der Ausweisung des Weges. Stadtrat Lorenz Kreis (CDU) lobte als Vertreter von Bürgermeister Heinfried Horsel ebenfalls die Extratour. „Ich bin überzeugt, dass der erlebnisreiche Weg von der heimischen Bevölkerung und von Fremdenverkehrsgästen gut angenommen wird.“

Der Vorsitzende des Dodenauer Verkehrs- und Verschönerungsvereins, Matthias Schneider, wies daraufhin, dass Kegelclubs und Seniorengruppen nicht mehr so häufig wie früher in den Luftkurort kommen. Stattdessen habe der Fahhrad- und Wandertourismus an Bedeutung gewonnen. „Wir gehen jetzt auf diese Zielgruppen ein.“

Die zwölf Kilometer lange Route war vorab vom Deutschen Wanderinstitut bewertet haben. Die Prüfer testeten unter anderem, wie abwechslungsreich der Wanderweg ist. Mindestens 35 Punkte sind nötig, damit ein Weg als „Premiumweg“ bezeichnet werden darf. Die Extratour „Lindenhardt“ erhielt 70 Punkte und wurde damit besser als alle anderen Wege der Region bewertet.

Als letzte Extratour des Ederberglands wird am Sonntag der elf Kilometer lange Drachenflug-Weg eröffnet, der unter anderem am Battenberger Eisenberg und an Reddighausen vorbeiführt.

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