Fachkräfte aus dem Ausland sind im Upland weiter gefragt

Willingen. Der Tourismusstandort Willingen setzt weiter auf Arbeitskräfte aus dem Ausland, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Zehn ehemals arbeitslose Jugendliche aus Rumänien und ein Mann aus Ungarn werden ab 1. September ihre Ausbildung in fünf Hotel- und Gaststättenbetrieben beginnen.

Damit geht das Sonderprogramm „Job of my life“ des Bundes im Upland in die dritte Runde. 2013 und 2014 hatten dort junge Spanier ihre Ausbildung begonnen (HNA berichtete). Das Arbeitsministerium finanziert das Programm für arbeitslose Jugendliche aus der EU, die einen Schulabschluss haben, aber in ihrer Heimat keine Berufsperspektive sehen. Ziel des Projekts sei es, einen Beitrag zum Abbau der Jugendarbeitslosigkeit in Europa zu leisten und den Facharbeiterbedarf in Deutschland zu sichern, sagt Jörg Schilling von der Korbacher Agentur für Arbeit. Besetzt würden nur Lehrstellen, für die sich kein deutscher Bewerber gefunden habe. In Waldeck-Frankenberg seien derzeit 80 Ausbildungsplätze im Hotel- und Gaststättengewerbe frei.

Die Gemeinde Willingen spüre den Facharbeitermangel drückend, sagt der Erste Beigeordnete Manfred Stremme. Und das, obwohl schon viele Angebote zur Eingliederung umgesetzt worden seien. „Da hat Dieter Pollack von der Wirtschaftsförderung viel aufgebaut“, sagt Stremme.

Um die Integration der Arbeitnehmer in Willingen zu vereinfachen, kam die Gruppe Ende März im rumänischen Hermannstadt zu einem Deutsch-Intensivkurs zusammen. Seit 13. Juli befindet sie sich im Upland im sechswöchigen Praktikum, bei dem die jungen Leute die Ausbildungsbetriebe kennen lernen und ihr Deutsch verbessern - am 31. August steht die Sprachprüfung bei der Volkshochschule Korbach an. Zum 1. September sollen sie ihre dreijährige Ausbildung als Hotel- und, Restaurantfachleute oder Köche beginnen.

 Von Dr. Karl Schilling  

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Quelle: HNA

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