Falscher Notruf wurde aufgezeichnet

Bromskirchen. Nach dem offenbar vorsätzlich ausgelösten Fehlalarm am Montagmittag in Bromskirchen, ist die Polizei zuversichtlich, den Anrufer zu finden, der ein Feuer in einer Wohnung in der Grünewaldstraße gemeldet hatte.

Der Notruf, der um 13.11 Uhr aus der Telefonzelle in der Bromskircher Hauptstraße abgesetzt wurde, sei in der Leitstelle aufgezeichnet worden, berichtete die Polizei am Mittwoch.

Solch ein unberechtigter Notruf könne ernsthafte Konsequenzen haben – darauf wies die Polizei nun nochmals ausdrücklich hin. Zum einen sei der Missbrauch von Notrufenrichtungen strafbar und werde  mit Freiheitsstrafe oder Geldstrafe bestraft. Zum anderen  seien die Einsatzkräfte durch die Fehlalarmierung gebunden und stünden bei einem echten Alarm nicht oder nur verspätet zur Verfügung.

„Das ist kein Kavaliersdelikt“, sagte Jörg Petter von der Polizeistation in Frankenberg. „Wer missbräuchlich Notrufeinrichtungen nutzt, gefährdet Leib und Leben von anderen Menschen. Das muss jedem klar sein.“

Feuerwehren aus Bromskirchen und Somplar, Rettungswagen, Notarztwagen und Polizei hatten sich nach dem Anruf in der Leitstelle auf den Weg in die Grünewaldstraße gemacht. Durch Zigarettenkippen sollte sich dort eine Gardine entzündet haben, hatte der Anrufer gemeldet. Als die Rettungskräfte am vermeintlichen Brandort eintrafen, stellten sie schnell fest, dass ein Unbekannter die Notrufeinrichtung missbräuchlich genutzt hatte. Es lag überhaupt kein Brand vor. (nh/jpa)

Hinweise: Die Polizei ist nun auf der Suche nach Zeugen. Hinweise an die Polizeistation in Frankenberg, Tel.: 06451/72030.

Quelle: HNA

Kommentare