Heß: Notfalls schleppen wir ab

Falschparken: Besucher warf Stadt Frankenberg Abzocke vor

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Rüdiger Heß

Frankenberg. Einen verärgerten Bürgermeister Rüdiger Heß erlebten am Dienstagabend die 100 Besucher der Bürgerversammlung in der Ederberglandhalle.

Der Hintergrund: Der Bürgermeister regte sich über einen Gast der Stadt während des traditionellen Frankenberger Pfingstmarktes auf: Der Familienvater aus der Gemeinde Diemelsee hatte der Stadt „Abzocke“ vorgeworfen, weil er am Illersteg nahe des Pfingstmarktgeländes geparkt und dort ein „Knöllchen“ in Höhe von 15 Euro kassiert hatte. Während des Pfingstmarktes gilt dort absolutes Halteverbot.

„Der Vorwurf ist eine Frechheit“, sagte Heß: „Wer sich falsch verhält, in einem absoluten Halteverbot parkt und dann auch noch meint, es müsse recht bekommen, liegt daneben.“ Gerade beim Pfingstmarkt mit 270.000 Besuchern in fünf Tagen müssten diese Wege aus Sicherheitsgründen frei gehalten werden. Überhaupt seien an diesen fünf Tagen nur 24 „Knöllchen“ ausgestellt worden, merkte Heß an: „Da kann man der Stadt keine Abzocke vorwerfen.“

„Wir kennen die Situation von Duisburg her“, erinnerte Heß. Dort war es bei der Loveparade im Juli 2010 im Zugangsbereich zu einer Massenpanik gekommen, 21 Menschen starben. „Deshalb wird es auch zukünftig bei dieser Regelung am Illersteg bleiben“, sagte der Bürgermeister: „Notfalls werden wir Falschparker dort auch abschleppen.“ (zgm)

Quelle: HNA

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