Mit Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus

Familie stellte Grill ins Haus und wäre beinahe im Schlaf gestorben

Kirchhain. Eine Familie hat einem Holzkohlegrill nach dem Grillen mit ins Haus genommen, um die Restwärme zu nutzen. Letztlich bewahrte das durch Übelkeit hervorgerufene Aufwachen eines der Hausbewohner die Familie mit zwei Kindern vor Schlimmerem.

Die Eltern kamen mit einer leichten Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus. Die beiden Mädchen im Alter von elf und 14 Jahren blieben nach ambulanter Behandlung bei den Großeltern.

Der Einsatz von Polizei und Feuerwehr in dem Einfamilienhaus in Kirchhain fand in der Nacht zum Dienstag, 6. Mai, gegen 4.20 Uhr statt.

Einen Holzkohlegrill sollte man niemals in geschlossen Räumen betreiben, warnt die Marburger Polizei in diesem Zusammenhang. Glühende Holzkohle setzt größere Mengen des Atemgifts Kohlenmonoxid frei. Dieses Gas ist farb-, geruchs- und geschmacklos und damit vor allem nachts von tödlicher Wirkung, denn es hat eine betäubende Wirkung.

Im Schlaf bekommt man es demnach nicht mit, wenn man zu viel Kohlenmonoxid einatmet. Vergiftungssymptome sind Kopfschmerzen, Übelkeit, Benommenheit und Bewusstseinsstörungen, die über eine eintretende Bewusstlosigkeit zum Tode führen können.

„Beim Grillen ist stets ein besonnenes und vorsichtiges Vorgehen erforderlich, um Gefahren zu minimieren“, schreibt die Marburger Polizei. Das fange bei der Wahl des Grillplatzes an, setze sich beim Anzünden des Grills mit Grillanzündern, insbesondere flüssigen, fort und dauere mit der Vorsicht während des Bruzzelns bis zur endgültigen Entsorgung der Asche an.

Weitere Tipps: 

• Der Grill sollte abseits brennbarer Materialien stehen.

• Grillanzünder nur entsprechend der Bedienungsanleitung benutzen und vor einem Zugriff Unberechtigter, insbesondere von Kindern, sichern.

• Die Asche gehört nicht in die Kunststofftonne, sondern in einen Metalleimer mit Deckel. (nh/jpa)

Quelle: HNA

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