Familie Wahle zieht tibetisches Rind von Hand auf

Bromskirchen. Mieta ist ein fünf Wochen altes Yak-Kalb. Bei der Geburt sah es nicht gut aus für das tibetische Baby-Rind. Mieta wurde von ihrer Mutter nicht angenommen - und so zog Familie Wahle sie von Hand auf.

Die kleine Mieta tollt im Garten der Familie Wahle herum. Sie blinzelt mit ihren schwarzbraunen Augen. Läuft über die Wiese. Rangelt mit Kenzo und Kate, den beiden Hunden der Familie. Schießt mit der Schnauze gegen einen kleinen Gummi-Fußball. Läuft an ihrem Futternapf vorbei, macht sich stattdessen über ihren Salzleckstein her und knabbert an den Blumen. Stubst Rouven Wahle, den Sohn der Familie, mit der Schnauze gegen das Bein. „Sie hat Durst“, sagt Rouvens Mutter Marion Wahle. „Gib ihr doch mal die Flasche.“

„Mieta war das erste Kalb, das die Mutter bekommen hat. Es könnte sein, dass sie bei der Geburt zu große Schmerzen hatte und es deswegen ablehnt. Da fehlt einfach die Erfahrung“, erklärt Yak-Züchter Ulrich Wahle.

Die Angst, ob das Tier überleben würde, war groß. Deswegen wollte die Familie dem Tier anfangs keinen Namen geben, sagt Marion Wahle. Doch dann entschieden sie sich für Mieta - das heißt auf Tibetisch „kleine Freundin“.

Von Marc Hörcher 

Mit welchen "Hausmitteln" Familie Wahle das Baby-Rind aufgepäppelt hat, lesen Sie in der gedruckten Dienstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © Volontär

Kommentare