Abschied von Karl Cronau

Familienstadt aus Seniorensicht prägen

Sozialausschussvorsitzende MdL Daniela Neuschäfer, scheidender Vorsitzender des Seniorenbeirates der Stadt Frankenberg Karl Cronau, Bürgermeister Rüdiger Heß und die stellv. Seniorenbeiratsvorsitzende Elfriede Ramb.Foto:pr

Frankenberg - Den Vorsitz im Seniorenbeirat der Stadt Frankenberg hat Karl Cronau seit genau 15 Jahren inne. Zeit für ihn, das Amt in andere Hände zu geben.

Gesundheitliche Gründe nennt Karl Cronau, warum er das Amt als Vorsitzender des Frankenberger Seniorenbeirates nicht weiter ausüben möchte. Bei der Verabschiedung von Cronau in der jüngsten Sitzung des Beirates würdigte Bürgermeister Rüdiger Heß die Verdienste des scheidenden Vorsitzenden. Für Karl Cronau sei die Arbeit im Seniorenbeirat eine Herzensangelegenheit gewesen.

Karl Cronau vertrat die Frankenberger Senioreneinrichtung bei allen Mitgliederversammlungen der Landesseniorenvertretungen, die zweimal jährlich stattfinden. Er fuhr zu Kongressen und Regionaltagungen und war seit 2003 Mitglied in der hessischen Landesseniorenvertretung. „Von dort brachte er immer viel Wissen und Informationen mit und sorgte dafür, dass einige gute Ideen auch in unserer Stadt umgesetzt werden konnten“, lobte Heß.

Auszeichnung für Leih-Oma

Karl Cronau kümmerte sich um die Herausgabe eines Handzettels des Seniorenbeirates, war maßgeblich beteiligt an der Einführung des „rollenden Rathauses“ und der Einbindung der Senioren bei den Projekten der Familienstadt. „Dabei ging es vor allem um die Themenfelder Senioren und Wohnen, Senioren in der Familienstadt mit Zukunft, Senioren und Einkaufen, Senioren und Freizeit, Senioren und Tourismus, Senioren und Pflege, Senioren und Ehrenamt. All dies Engagement zeigt, wie breit der Seniorenbeirat unter der Leitung von Karl Cronau thematisch aufgestellt war, wie umfassend die Senioren die gesellschaftlichen Prozesse in der Stadt Frankenberg begleiten“, resümierte der Bürgermeister in seinen Dankesworten.

Einer der Höhepunkte des Engagements im Rahmen der Familienstadt sei sicherlich die Eröffnung des Spielplatzes für Senioren gewesen, der als seniorengerechte Bewegungsstätte im Teichgelände im Oktober 2007 feierlich eröffnet wurde. Für ein weiteres Erfolgsprojekt des Seniorenbeirates in Kooperation mit dem Familienbüro gab es sogar eine Prämierung: Am 12. November 2007 wurde im Biebricher Schloss in Wiesbaden das Erfolgsprojekt „Leih-Oma“ von der damaligen hessischen Sozialministerin ausgezeichnet. Die Prämierung nahm Karl Cronau als Vorsitzender des Seniorenbeirates entgegen. Weitere Projekte waren die Herausgabe eines Handzettels und die Einbeziehung des Seniorenbeirates bei allen seniorenrelevanten Entscheidungen des Magistrats, beispielsweise bei dem Erlass einer neuen Friedhofsordnung im Jahr 2009.

Seniorenbüro etabliert

Als weiteren Höhepunkt bezeichnete Bürgermeister Rüdiger Heß die Eröffnung des Seniorenbüros in den Räumen der Einkaufskinderbetreuung im Jahr 2007, das seitdem jeden ersten Freitag im Monat vom Vorstand des Seniorenbeirates besetzt wurde und wo Karl Cronau oft als Ansprechpartner den ratsuchenden Seniorinnen und Senioren zur Verfügung stand.

Bürgermeister Rüdiger Heß dankte dem scheidenden Vorsitzenden mit herzlichen Worten für sein umfassendes Engagement. Er habe die Seniorenarbeit in der Stadt Frankenberg maßgeblich begleitet und aufgebaut. Ein Nachfolger im Amt des Seniorenbeiratsvorsitzenden steht bislang nicht fest.(r)

Kommentare