Er lotste die Rettungskräfte zum Wrack

Förster fand abgestürzten Piloten im Wald: "Er kam uns verletzt entgegen"

Allendorf/Eder. Dass nach dem Flugzeugabsturz am Dienstagabend die Rettungskräfte überhaupt so rasch an der Absturzstelle mitten im Wald zwischen Allendorf und Osterfeld eintreffen konnten, ist Revierförster Erich Wetzlar und seinem Praktikanten Florentin Hustedt zu verdanken.

Auf dem Weg zum Ansitz kommen die beiden zufällig an der Absturzstelle vorbei. Hustedt blickt im Vorbeifahren in den Fichtenbestand, in dem die zerstörte Maschine liegt. „Als wir auf das Flugzeug zugingen, kam uns der verletzte Pilot entgegen“, berichtet Erich Wetzlar. Der augenscheinlich schwer im Gesicht verletzte junge Mann habe telefoniert - vermutlich um Hilfe zu holen.

Der Revierförster wählt mit seinem Diensthandy den Notruf und nennt der Leitstelle den nächstgelegenen Forst-Rettungspunkt. Während er dorthin eilt, um die Rettungskräfte in Empfang zu nehmen und zum Unglücksort zu lotsen, betreut der Praktikant weiter den Schwerverletzten. „Wir haben ihn an einen Baum gesetzt“, schildert Wetzlar. Wenig später treffen Notarzt und Rettungswagen ein.

Ein Rettungshubschrauber bringt den schwer verletzten 29-Jährigen später in die Uniklinik nach Marburg, es bestand Lebensgefahr. Sein Zustand habe sich mittlerweile stabilisiert, berichtete die Polizei am Mittwoch.

Kleinflugzeug im Wald bei Allendorf/Eder abgestürzt

Erich Wetzlar und sein Praktikant Florentin Hustedt sind auch am Mittwochmorgen wieder an der Absturzstelle. Wetzlar bespricht mit dem THW-Zugführer Michael Fröchtenicht, Allendorfs Gemeindebrandinspektor Horst Huhn und dem Gutachter der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung, wie sie das Flugzeug am besten aus dem Wald bekommen. Das Wrack wird schließlich mit einem Radlader des THW zum Waldweg gebracht und von einem Transporter zum Flugplatz gefahren, um weiter untersucht zu werden.

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Quelle: HNA

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