Neubau der Grillhütte im Dodenauer Wildpark

Fast täglich Betrieb auf der Baustelle

+
Tag für Tag sind zahlreiche Helfer an der Baustelle am Wildgehege, um sich ehrenamtlich für den Wiederaufbau der Grillhütte zu engagieren. Bis September soll das Gebäude fertiggestellt sein.Fotos: Mark Adel

Battenberg-Dodenau - Sie sägen, hämmern, bohren, verputzen - und haben dabei viel Spaß: Viele Dodenauer engagieren sich für den Wiederaufbau der Grillhütte am Wildgehege. Wochentags sind es vor allem Rentner, die mit großem Eifer dabei sind.

Es gab durchaus Diskussionen im Dorf um den Wiederaufbau der Grillhütte. „Aber die breite Mehrheit steht dahinter“, freut sich Ute Schmidt, Vorsitzende des Dodenauer Verkehrsvereins. Das zeige sich in der großen Spendenbereitschaft, aber auch am Engagement der ehrenamtlichen Helfer. Schon jetzt ist sichtbar: Die Mühen haben sich gelohnt, die rustikale Holzkonstruktion passt zur Umgebung mitten im Wald.

Nachdem die alte Grillhütte vor fast zwei Jahren niedergebrannt war, kam schnell der Wunsch nach einem Wiederaufbau. Möglich wurde der vor allem, weil das Projekt von Fördermitteln aus dem europäischen Leader-Topf profitiert. Die Dodenauer Architekten Uwe Poppe und Hans-Helmut Müller haben das neue Haus ehrenamtlich geplant und leiten die Arbeiten.

Die Maße sind weitgehend identisch mit dem alten Gebäude. Neu ist ein abschließbarer Ausstellungsraum. Was dort zu sehen sein wird, ist noch nicht endgültig klar – erst soll der eigentliche Bau abgeschlossen werden.

Die sanitären Anlagen sind noch nicht fertiggestellt, der Boden wird noch gepflastert, Teile der Verschalung fehlen sowie einige Fenster. Die letzten Rechnungen müssen bis zum 30. Juni vorliegen – sonst gibt es keine Förderung. Der Zuschuss wird auf 70000 Euro beziffert, insgesamt kostet der Bau etwa 128000 Euro. Die ungedeckten Kosten sollen durch Spenden und Eigenleistungen getragen werden.Unter den vielen Spenden waren auch 14 Fenster, die aus einem Haus aus- und in die Grillhütte eingebaut worden waren. „Dadurch haben wir pro Fenster etwa 600 bis 700 Euro gespart, sagt Uwe Poppe, der betont: „Es ist immer noch eine Grillhütte und kein Luxusbau, aber wir bauen auch nichts Minderwertiges ein.“

Wenn klar ist, welche Arbeiten anstehen, organisiert Norbert Specht die Helfer. Am morgigen Samstag ist unter anderem geplant, den Platz für die Feier am Himmelfahrtstag vorzubereiten (siehe Kasten). Außerdem werden Stahltüren am Eingang zu den Toiletten eingebaut.

Ebenfalls in Eigenleistung soll noch in diesem Jahr eine Stromleitung verlegt werden – bislang musste bei Feiern immer ein Aggregat betrieben werden. Die Metarialkosten für den Anschluss belaufen sich auf 10000 Euro, die Arbeiten wollen die Dodenauer ebenfalls noch in diesem Jahr in Eigenleistung erledigen. Das Wasser kommt aus einer 5000 Liter großen Zisterne, die die Feuerwehr nachfüllt.

Uwe Poppe rechnet damit, dass im September alle Arbeiten abgeschlossen sind. Die neue Grillhütte soll mit einem Fest eröffnet werden. Danach sollen das Gebäude und der Platz noch stärker als bisher für Feste und kulturelle Veranstaltungen genutzt werden, sagt Ute Schmidt.

Mehr lesen Sie am Freitag in der gedruckten Ausgabe der Frankenberger Zeitung.

Kommentare