Allendorf (Eder)

Fast 400 Teilnehmer wandern auf den Allendorfer Grenzen

- Allendorf (Eder). Fast 400 Teilnehmer verzeichnete der zehnte Grenzgang der Großgemeinde Allendorf. Insgesamt 45 Kilometer wurden an den drei Tagen auf Schusters Rappen zurückgelegt.

Am Freitag ging es von Haine zum Binghäuser Grund und dann zur Wüstung Bennighausen. Beim alten Kirchenstumpf berichtete Heimatforscher Walter Sellmann, dass das mittelalterliche Dorf schon seit über 500 Jahren nicht mehr existiert.

Bürgermeister Claus Junghenn, Pfarrer Gerald Rohrmann und der Leiter des Osterfelder Lebenshauses, Joachim Strauch, enthüllten drei weitere Skulpturen, die Nils Pasler aus Dodenau aus drei Baumstümpfen geschnitzt hat. Auf drei der Stümpfe auf dem Gelände des alten Kirchleins schnitzte Pasler auf Sellmanns Initiative ein Herz, ein Kreuz und einen Anker. Sie sollen die christlichen Werte der Liebe, des Glaubens und der Hoffnung symbolisieren. Bei den Bennighäuser Wiesen am Eichelpfühl gab es eine einstündige Rast. Über den Dichterkopf ging es unmittelbar an den alten Grenzsteinen der historischen Grenze zwischen dem Kurfürstentum Hessen und dem Großherzogtum Hessen entlang. Das letzte Stück folgten die Wanderer dem Müllerweg bis nach Osterfeld. Dort bewirtete die Kampfsportgruppe des Allendorfer Sportvereins nach zwölf Kilometern die hungrigen und durstigen Grenzgänger. Am Samstag wurde mit Rekordbeteiligung an der Bundesstraße 236 zwischen Bromskirchen und Osterfeld gestartet, Bromskirchens Bürgermeister Karl-Friedrich Frese und der Battenberger Erste Stadtrat Georg Röse gingen mit weiteren Vertretern ihrer kommunalen Gremien mit. Vom Linsphertal ging es bergauf zum 504 Meter hohen Dreimärker in den Diedensbergen. Dann ging es wieder bergab in den Nitzelgrund. Ein weiterer Aufstieg führte entlang der Frevertwiese bis zum 564 Meter hohen Sattel zwischen den Bergen Neun­eichen und Knöbelsroth, der höchstgelegenen Stelle des Grenzgangs. Und wieder ging es bergab ins dritte Tal, den Elbrighäuser Grund. Bei der alten Kriegsbrücke gab es eine Frühstücksrast, in deren Rahmen ein Gedenkstein zur Erinnerung an den Grenzgang 2011 enthüllt wurde. Gemächlich ging es durch das Elbrighäuser Tal und am Battenberger Weiler Kröge vorbei nach Battenfeld, wo die Sportgemeinschaft die Grenzgänger nach weiteren 16 Kilometern auf dem Marktgelände bewirtete.

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