Erste Etappe des Allendorfer Grenzgangs – Junghenn enthüllt Informationsschild

Fast 100 Wanderer unterwegs

Enthüllte die neue Hinweistafel auf die Ederfurt: Bürgermeister Claus Junghenn.

Allendorf-Eder. Wanderfreudige Bürger aller fünf Ortsteile haben sich am Fronleichnamstag an der ersten Etappe zum zehnten Grenzgang der Großgemeinde Allendorf/Eder beteiligt.

Trotz des wechselhaften Wetters mit Regenschauern starteten am Donnerstag fast 100 Wanderer zur ersten, 17 Kilometer langen Etappe. Bis auf wenige Abweichungen wurde im wesentlichen der Grenzverlauf bei der Streckenführung eingehalten.

Vom Battenfelder Marktplatz aus ging es zunächst entlang der Grenzen zu den Nachbarorten Battenberg und Berghofen bis zur Ederfurt nahe Rennertehausen. Hier enthüllte Bürgermeister Claus Junghenn ein neues Informationsschild. Die Wanderer des Ederhöhenwegs und des Klippenpfads soll es darüber informieren, dass in diesem Bereich der Furt zu beiden Seiten der Eder insgesamt fünf benachbarte Gemarkungen aneinander grenzen. Nur wenige Meter voneinander entfernt gibt es zwei verschiedene „Dreimärker“. Bei dem ersten grenzen die Gemarkungen von Allendorf, Rennertehausen und Battenfeld aneinander, wenige Meter weiter grenzen Berghofen, Battenberg und Battenfeld aneinander. Heimatforscher Walter Sellmann berichtete, dass früher die Furt von den Berghöfern genutzt wurde, um zur Mühle nach Rennertehausen zu gelangen. Um die Wiesen am unteren Ufer zu nutzen, wurde zeitweise eine mobile Fußgängerbrücke aufgebaut.

Durch die Feldgemarkung ging es von der Eder stetig bergauf zum Segelsberg unweit der Wasserscheide zwischen Rhein und Weser. Durch ihn verlief einst die Alte Kölnische Handelsstraße, berichtete Sellmann. Im Langen Grund wurde die Gemarkungsgrenze zu Ernsthausen und damit zur Gemeinde Burgwald erreicht. Entlang der historischen Landesgrenze zwischen dem Kurfürstentum Hessen (Kassel) und dem Großherzogtum Hessen (Darmstadt) ging es zum Frühstücksplatz am Wiesenfelder Weg. Nach einer Stunde Rast ging es weiter zur Bringhäuser Stede, Hatzbachmühle und um den Hainer Berg herum zum Sportplatz von Haine, wo der erste Grenzgangstag gesellig ausklang.

Musik der Jagdhornbläser

Für die Bewirtung sorgten die Sportvereine aus Rennertehausen und Haine. Der Grenzgang wurde unterstützt von der DRK-Ortsgruppe Allendorf, die auf Notfälle eingerichtet war. Den musikalischen Rahmen gestalteten die Jagdhornbläser aus Allendorf. Eine große Teilnehmergruppe stellte der Gebirgs- und Wanderverein Oberes Edertal. Der Verein war maßgeblich an der Organisation beteiligt. An der Spitze des langen Zugs marschierten sechs Jugendliche aus Rennertehausen, die wieder den Vereinswimpel des Wandervereins trugen – eine Tradition beim Grenzgang seit nunmehr 30 Jahren.

Der erste Grenzgang fand 1973 statt. Kurz nach der Bildung der Großgemeinde und in all den Jahren danach sollte der Grenzgang den Zweck erfüllen, den neuen Vertretern der kommunalen Gremien die Grenzen ihrer Gemeinde zu zeigen.

Von Erwin Strieder

Quelle: HNA

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