Juxumzug in Rosenthal

Fehlende Busse und gefederte Beamte

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Rosenthal - Für viele Rosenthaler ist der "Jux-Umzug" am Festmontag ein Höhepunkt des Heimatfestes. Gestern Nachmittag hatten wieder zahlreiche Gruppen und Einzelpersonen Initiative ergriffen und präsentierten einen fröhlichen Umzug durch die Straßen.

Während Einige schon seit Tagen und Wochen mit der Vorbereitung ihrer Motive beschäftigt sind, entstanden die jüngsten Ideen für Wagen und Teilnahmen erst während des Frühschoppens am Montagmorgen. Dieser begann mit einem Novum: Da die Technik ausgefallen war, gab die Stadtkapelle Frankenberg ein „unplugged-Konzert“. Doch der Stimmung tat das keinen Abbruch.

Die „Augustiner Schutzpatronen“ versprachen zu Beginn des „Jux-Umzuges“: „Wir machen die Welt ein Bierchen besser“. Drei junge Rosenthaler hatten sich mit Nonnen-Kostümen verkleidet, um ihrem Lieblingsgetränk zu huldigen.

Das „Silberne Ehrenkreuz“ erhielt für 25-jährige deutsch-österreichische Zusammenarbeit Gerry Lanz von einigen Festteilnehmern. Vor genau 25 Jahren kam der österreichische Musiker zum ersten Mal wegen des Heimatfestes nach Rosenthal und lernte dort seine heutige Frau kennen. Gerry Lanz selber lag beim Umzug in einem Sarg, um auf das Wegfallen der Turnringe in der Kultur- und Sporthalle hinzuweisen.

Einige Feuerwehr-Frauen meinten „Vier Tage Heimatfest haut den stärksten Kerl um“ und packten „High-Tower“ Christian Krauskopf in einen Bollerwagen. Eine andere Gruppe begab sich auf (P)Flug-Reisen mit landwirtschaftlichem Gerät - sichtlich keine bequeme Art des Reisens.

Frisch vom „Turnier in Aachen“ präsentierten sich Ilona Ochse und Dietlinde Lanz, ausgestattet mit Ehrenplaketten, Pokal und Schampus. Als „Erster Bewerber vom Rosenthaler Altenheim“ präsentierte sich Camillo Bayer mit grauen Haaren im Senioren-Dress.

Die Mitglieder des ausrichtenden Reit- und Fahrvereins von Rostenthal und Willershausen präsentierten sich Hoch zu Ross als die „Kinder vom Immenhof“. Gleich mehrere Nummern im spaßigen Zug widmeten sich dem Thema „Bus nach Roda“ - war doch kürzlich zum Fest in Roda ein Bus der Stadt nicht gekommen. Sowohl der Wagen des Fest-Teams, das kurzer Hand die wartenden Gäste mitgenommen hatte, als auch der städtische Verwaltungsangestellte Erwin Peter, der für sein Missgeschick von Wilhelm „Paule“ Ruckert gefedert und an die Kette gelegt wurde, nahmen es sportlich.

Zusätzlich wiesen die Mitglieder des Fest-Teams während des Umzugs auf ihre geplante „Apres-Sun-Party“ am 25. August hin. Einen Partyhinweis gab es auch von der Landjugend: Diese laden schon jetzt zur „Apres-Ski-Party“ am 17. November ein. Beide Wagen kamen mit Stimmungs- und Partymusik durch die Straßen gefahren. Solche gab es auch auf den Fahrzeugen von „Radio Frohe Laune“ und dem „Hessischen Hof Gemünden“. Live-Musik gab es hingegen von der Stadtkapelle Frankenberg, die den Festzug begleitete.

Von Jürgen Jacob

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