Hatzfeld

Ferienspiele: Ausflug mit den Oldtimerfreunden Hatzfeld zum Burgbergstollen

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- Hatzfeld/Battenberg (kie). Den Burgbergstollen haben Kinder aus Hatzfeld in Augenschein genommen – ausgerüstet mit Helm und Grubenlampe.

Einen Busausflug nach Battenberg unternahmen 34 Hatzfelder Kinder am vergangenen Samstag im Rahmen der Ferienspiele. Betreut von Mitgliedern der Oldtimerfreunde Hatzfeld „Die Schrauber“ besichtigten alle zusammen zunächst den „Burgbergstollen“, das seit neun Jahren vom Heimat und Kulturverein Battenberg, Sparte Historischer Bergbau, unterhaltene Besucherbergwerk.

Es waren spannende Momente für die Mädchen und Jungen, ausgerüstet mit Helm und Grubenlampe, 100 Meter weit in den Berg zu „fahren“, wie es bergmännisch heißt. Unter sachkundiger Führung lernten die Kinder nicht nur Begriffe der Bergmannssprache kennen, sondern erfuhren auch eine Menge über die harten Arbeitsbedingungen im Battenberger Bergbau im 19. Jahrhundert. Damals wurde dort Manganerz abgebaut. Allein mit Handgerät, Hammer, Schlegel und Hacken arbeiteten die Männer sich damals in den Berg hinein. Auf dem 100 Meter langen Weg, – 20 Meter Fels über den Köpfen – war es möglich, im Licht der Grubenlampen immer wieder in Seitenstollen hineinzuschauen, die vorangetrieben wurden, um an das begehrte Erz zu gelangen.

Schließlich kamen die Besucher man beim „Toten Mann“ an, dem mit Abraum wieder aufgefüllten Ende des Stollens. Besondere Heiterkeit erregte bei den Kindern die „Bergmannstoilette“ ein großer Blechkübel, auf dem die Bergleute damals ihre Notdurft verrichten konnten. Ein Blick unter den Deckel offenbarte aber, dass diese „sanitäre Anlage“ nicht mehr in Betrieb war und auch den Besuchern nicht zur Verfügung steht. Ein für die Mädchen und Jungen besonders beeindruckender Moment war die absolute Dunkelheit, nachdem alle Grubenlampen ausgeschaltet worden waren. Wieder am Tageslicht zurück konnten sich die Kinder mit Getränken erfrischen, bevor alle weiter zum Turm der Kellerburg wanderten. Leider verwehrte das diesige Wetter den Blick aus 17 Meter Höhe über das Edertal.

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