Wiesenfelder: Umleitung zeige, dass geplante B-252-Umgehung keine Lösung sei

Von Fernverkehr belastet

Fernverkehr auf der K 117: Seit Wochen erleben die Einwohner von Wiesenfeld und Burgwald wegen einer Umleitung der B 252 mit, welche Verkehrsbelastung später eine Umgehungsstraße an dieser Steilstrecke bedeuten würde. Foto: zve

Wiesenfeld. Fahrzeugschlangen hinter schwer beladenen Lastkraftwagen, die die Steilstrecke auf der Kreisstraße 117 zwischen Ernsthausen und Burgwald überwinden müssen, gehören für Kraftfahrer und Anlieger zur Tagesordnung. Wegen der durch Bauarbeiten bedingten Vollsperrung in Bottendorf fließt seit Wochen der Fernverkehr der B 252 über diese Umleitung, Anlass für einige Wiesenfelder, sich am Donnerstag am Dorfgemeinschaftshaus zu treffen und den „ganz normalen Feierabendverkehr“, wie sie nicht ohne Ironie sagten, zu beobachten.

Riskantes Ein- und Abbiegen an den Einmündungen zu den Ortsteilen Burgwald und Wiesenfeld, gefährliche Situationen durch schnell talwärts fahrende Lastwagen und Überholmanöver, dazu der Lärm, der vor allem durch die Steigung durch den Schwerverkehr erzeugt wird, gehörten zu den Erfahrungen der letzten Wochen. „Etwa 20 Sekunden lang hören wir ab 5 Uhr jeden LKW, der am Dorf vorbei den Berg hinauf fährt“, berichtete Torben Majewske, der zu den vom Lärm besonders betroffenen Anliegern der Hangstraße gehört.

Ortsvorsteher Oliver Löw bekräftigte seine Auffassung, die er auch im Gemeindeparlament vertreten hatte: „Wir haben volles Verständnis für die seit Jahren betroffenen Anlieger in Ernsthausen und Bottendorf, denen dieser Verkehr der Bundesstraße direkt vor der Haustür vorbeirollt. Die Umgehungsstraße muss kommen, aber sie darf nicht zu Lasten der Bewohner von bisher nicht beeinträchtigten Ortsteilen geplant werden.“

Selbstverständlich nehme man auch in Wiesenfeld die jetzige Umleitung des Fernverkehrs über die durchs Dorf führende Kreisstraße in Kauf, solange in Bottendorf gebaut werde. „Aber die Situation zeigt uns nun schon seit Wochen, dass eine Verkehrsführung im Bereich der Kreisstraße 117 mit einer Steigung von sechs Prozent keine Lösung für die Zukunft sein kann“, meinte Löw.

Es bestehe die gut ausgebaute B-252-Strecke im „Schafterbach“. Sie könnte – als Umgehung für Bottendorf – vom alten Forsthaus Wolkersdorf in Richtung K 117 am Vogelhaus weitergeführt werden, schlug er vor.

Wie berichtet, plant das Amt für Straßen- und Verkehrswesen Bad Arolsen derzeit die Linienführung für die Umgehungs-Trasse, die westlich an Ernsthausen und dann zum Teil auf der jetzigen K 117 östlich an Wiesenfeld und Burgwald vorbei auf die Südumgehung Frankenberg geführt werden soll.

Günter Beck, Landwirt und Ortsbeiratsmitglied, kritisierte, dass die Gemeindevertretung im Sommer 2008 gegen den Willen der Ortsbeiräte Ernsthausen, Wiesenfeld und Burgwald für diese Trasse „7 modifiziert“ gestimmt hatte. Er wies darauf hin, dass in der Erntezeit der landwirtschaftliche Verkehr die Situation an der Steigung bei Wiesenfeld verschärfen werde. (zve)

Quelle: HNA

Kommentare