Neue Halle für Reddighäuser Hammer

"Fertigung platzt aus allen Nähten"

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Dr. Frank Grote, Geschäftsführer der Firma Frank Original, vor dem Hallenneubau. Der Reddighäuser Hammer investiert in diesem Jahr rund acht Millionen Euro.Foto: Mark Adel

Hatzfeld-Reddighausen - Die Firma Frank Original hat mit dem Bau einer neuen Lager- und Zuschnitthalle begonnen. Sie soll bis September fertiggestellt sein. Der Mutterkonzern Gesco investiert acht Millionen Euro in den Bau des Gebäudes und in neue Maschinen.

In der neuen Halle wird der Blechzuschnitt untergebracht, der Basis für eine Vielzahl an Produkten ist. „Unsere Fertigung platzt aus allen Nähten“, erläutert Geschäftsführer Dr. Frank Grote. Eine alte Halle war im April abgerissen worden, um Platz für den Neubau zu schaffen. Ziel der Investition seien „zukunftsfähige Abläufe“, die Produktion soll also wirtschaftlicher werden. Das sei schon in den vergangenen Jahren gut gelungen: „Wir haben 2006 die Hälfte des heutigen Umsatzes mit den gleichen Leuten gehabt.“

Mit dem Bau der 1500 Quadratmeter großen Halle werde die Produktion erweitert und umgestaltet. Der Blechzuschnitt zieht aus einer 2008 erbauten Halle in das neue Gebäude um und macht Platz für eine neue Härtelinie, in der Scheiben gefertigt werden. Sie werden beispielsweise für die pfluglose Bearbeitung benötigt. „In diesen Markt wollen wir stärker eindringen“, erklärt Frank Grote.

Ziel sei die Produktion von etwa 500.000 Scheiben jährlich, derzeit seien es 100.000. „Das Spektrum ist riesig“, die Produkte wiegen zwischen drei und 60 Kilogramm. Die neue Härtelinie soll Anfang 2015 in Betrieb genommen werden. Die Halle muss hingegen schon Mitte September fertiggestellt sein: „Dann kommen die ersten Maschinen für den Blechzuschnitt“, berichtet Frank Grothe.

Der „Hammer“ hat in den vergangenen Jahren immer wieder neue Produkte entwickelt, die besonders verschleißfest sind: „Das ist ein Alleinstellungsmerkmal“, sagt der Hammer-Chef. Er wertet die Produktlinie als „erhebliche Investition in die Zukunft“. Wegen der automatisierten Fertigung rechnet Grote nicht damit, dass zusätzliche Arbeitsplätze entstehen. Derzeit beschäftigt Frank Original 182 Menschen in Reddighausen. In Planung sei der Bau eines Lagers für Werkzeuge. Das Ersatzteillager ist bereits zu einer Spedition in Schameder ausgelagert worden. „Dadurch haben wir Platz gewonnen“, berichtet Frank Grote.

Diese Auslagerung sei eine Folge der schlechten Verkehrsanbindung. Anwohner würden profitieren, weil der Lastwagen-Verkehr zurückgegangen sei. Weil sich der Betrieb an der Eder in einem noch europäischen Richtlinien geschützten Gebiet befindet, sind Neubauten mit aufwendigen Genehmigungsverfahren verbunden. Ursprünglich sollte mit dem Bau der neuen Halle schon Ende 2013 begonnen werden. (da)

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