Frankenberg

Fest rückt Weltkindertag in den Fokus

- Frankenberg (tha). Viele Kinder verwandelten am Sonntag den Platz vor der Frankenberger Ederberglandhalle in einen großen Abenteuerspielplatz: Das vierte Kinderfest vom Familienbüro der Stadt, dem Zwillingseltern-Stammtisch „Nimm zwei“ und dem Kinderschutzbund aus Anlass des Weltkindertages hatte für Groß und Klein einige Attraktionen zu bieten.

Ausgelassen tobten die Jungen und Mädchen in der Hüpfburg oder drehten ein paar gemütliche Runden beim Ponyreiten. Viele Kinder ließen sich auch möglichst bunte Motive ins Gesicht schminken. Damit hatte das Kinderfest unter anderem also drei Highlights zu bieten, die stets auf der Wunschliste der Kinder ganz oben stehen. Großer Andrang herrschte aber auch beim Karussellfahren. Für die älteren Kinder gab es einen anspruchsvollen Kart-Parcours, der Nervenkitzel auf vier Rädern bot. Die Verkehrswacht hatte einen Parcours für Fahrräder aufgebaut, auf dem viele kleine Besucher ihr Geschick testeten. An einer „mobilen Zahnputz-Station“ des „Arbeitskreises Jugendzahnpflege Waldeck-Frankenberg“ testeten viele Kinder und auch einige Eltern, ob sie ihre Zähne richtig putzen. Besonders erfreulich: Alle Attraktionen waren für die Kinder kostenlos. Die Finanzierung übernimmt das Familienbüro der Stadt Frankenberg. Mit dem Kinderfest soll der Weltkindertag stärker in das Bewusstsein der Bevölkerung gerückt werden. „Kinder sind wichtig. Man muss sich um das Wohl der Kinder kümmern“, betonte Daniela Neuschäfer vom Familienbüro. In der Ederberglandhalle gab es parallel zu dem Kinderfest im Freien einen Kinderkleider- und Spielzeugbasar des Zwillingseltern-Stammtisches. Das Angebot war in diesem Jahr so groß, dass der Platz in der Halle gar nicht ausreichte und noch ein Zelt angebaut werden musste.Viele Eltern waren auf der Suche nach einem echten Schnäppchen und so gab es den ganzen Nachmittag über kaum ein Durchkommen zwischen den großen Verkaufstischen. An insgesamt 88 Ständen wurden Kinderkleidung, Spielzeug, Bücher oder auch Kinderwagen verkauft. An 56 Ständen gab es Kleidung speziell für Zwillinge. Die Erlöse aus dem Basar kommen jeweils zur Hälfte dem Zwillingselternstammtisch „Nimm zwei“ und dem Frankenberger Wildpark zugute. „Unsere Kinder gehen sehr gerne in den Wildpark, und dort wird immer Geld gebraucht“, erklärte Sabine Schicke vom Elternstammtisch. Der Kinderschutzbund in Frankenberg informierte die Besucher des Kinderfestes über Kinderarmut und Kinderrechte. So verdeutlichte Martina Wiechens vom Kinderschutzbund, dass Kinderarmut drastische Konsequenzen für die Bildungschancen und die Gesundheit der Kinder habe. „In der Stadt Frankenberg leben etwa 400 Kinder unter der Armutsgrenze“, erklärte Wiechens. Hier gebe es einen großen Handlungsbedarf für mehr Gerechtigkeit.

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