Millionenschaden

Feuer in Frankenberger Altstadt: Kripo forscht nach Brandursache

Brandstelle abgesperrt: So sahen die Häuser Ritterstraße 7 (links) und Ritterstraße 5 am Sonntagmorgen aus. Erst nach 30-stündigem Einsatz konnte die Feuerwehr die Brandstelle in der Altstadt verlassen. Foto: Biedenbach

Frankenberg. Wegen des schweren Brandes in der Frankenberger Innenstadt, der einen Millionenschaden verursacht hat, hatten die Einsatzkräfte viel zu tun. Von Samstag, 3 Uhr, bis Sonntag, 9 Uhr, waren ununterbrochen Feuerwehrleute an der Großbrandstelle in der Ritterstraße im Einsatz:

In der Nacht zu Sonntag hielten abwechselnd Wehrleute aus Viermünden und Haubern Brandwache. „Es hat immer mal wieder gequalmt“, schilderte Stadtbrandinspektor Martin Trost am Sonntagvormittag.

Gegen 6.30 Uhr am Sonntag hat die Feuerwehr Frankenberg wieder die Arbeit übernommen. Die Brandstelle wurde erneut mit der Wärmebildkamera überprüft.

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Als kein Glutnest mehr auszumachen war, verließen die Brandschützer die Ritterstraße, wo sie am Samstagmorgen gegen die Flammen in den Häusern Ritterstraße 7 und 5 gekämpft und ein Übergreifen auf andere Gebäude in der engbebauten Altstadt verhindert hatten.

Auch das Technische Hilfswerk Frankenberg war am Sonntagmorgen nochmal an der Brandstelle. Freiwillige bauten die Beleuchtung ab, die sie am Abend vorher aufgestellt hatten.

Die Absperrung an der Brandstelle bleibt. Am Montag wird man sehen, wie es weitergeht.

Es wird auch genau zu prüfen sein, wie der Zustand der Häuser aussieht. Die Polizei geht, wie berichtet, von einem Millionenschaden aus. Die Dachstühle der beiden Häuser sind komplett zerstört. Die Lehmdecken und Gefache sind durch das Löschwasser aufgeweicht und brüchig.

Die Bewohner und Mieter der beiden Häuser hatten am Samstag Gelegenheit, persönliche Sachen aus den Wohnungen zu holen. Wie berichtet, hatte das Arzt-Ehepaar Eckel/Nowak alle Krankenakten und wichtige medizinische Geräte aus ihren Praxen gerettet.

Alle evakuierten Hausbewohner fanden laut Polizei bei Bekannten Unterkunft. Die Menschen mit geistiger Behinderung aus dem in Mitleidenschaft gezogenen Gebäude Ritterstraße 9 wurden im Wohnheim der Lebenshilfe untergebracht.

Die 93-jährige Bewohnerin aus der Ritterstraße 3, die durch Rauchgas verletzt wurde, befand sich am Sonntag noch vorsorglich im Krankenhaus.

Brand in Frankenberger Altstadt

Zur Brandursache konnte die Polizei am Sonntag noch keine Angaben machen. Die Kripo ermittelt. Neue Informationen seien frühestens am Montag zu erwarten.

Endlich Ruhe gönnen konnte sich Stadtbrandinspektor Martin Trost am Sonntagmittag - erleichtert, dass die Wehren das Feuer schnell im Griff hatten. Zwei Brandschützer - mehr als 80 waren insgesamt im Einsatz - erlitten leichte Verletzungen (Rippenprellung und leichte Gesichtsverletzung).

Unschön für die ehrenamtlichen Retter: An einem Fahrzeug, das beim Einsatz abseits stand, haben Unbekannte die Plane mit Edding-Schreiber beschmiert. „Das ärgert unsere Leute“, sagte Einsatzleiter Trost. (mab)

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Quelle: HNA

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