Feuer auf der Bühne: „Die Päpstin“ feierte Premiere

Panik in den Straßen von Rom: Ein Unbekannter hat die Stadt angezündet. Bei der Aufführung von „Die Päpstin“ auf der Freilichtbühne in Hallenberg gab es echtes Feuer.

Hallenberg. Das Premierenpublikum war begeistert und dankte mit lange anhaltendem Beifall: Das Stück "Die Päpstin" feierte auf der Freilichtbühne Hallenberg eine gelungene Premiere.

Brutal, grausam und ungerecht ging es im finsteren Mittelalter zu. Wenn da ein kleines Mädchen etwa auf die Idee kam, es wolle so wie seine Brüder lesen und schreiben lernen und vielleicht sogar Griechisch und Latein verstehen, hatte es mit viel Unverständnis und Gegenwehr seiner Mitmenschen zu rechnen. Dass es in diesen frauenfeindlichen Zeiten trotz allem auch Ausnahmen gab, zeigt das Theaterstück „Die Päpstin“ nach dem Roman von Donna Cross, das die Freilichtbühne Hallenberg als diesjähriges Erwachsenenstück auf die Bühne brachte.

Auch diejenigen, die den Roman oder die Verfilmung und damit auch das Ende bereits kennen, werden nicht enttäuscht sein. Regisseurin Birgit Simmler ist eine hinreißende, intelligente Inszenierung gelungen, die allerbesten Unterhaltungswert hat.

Neben der großen schauspielerischen Leistung der vielen Laiendarsteller sind die rund 200 neu genähten Kostüme zu erwähnen, dazu zahlreiche clevere Einfälle - etwa die parallel laufenden Handlungen, das brennende Rom und die geschickte Lösung, Tote mittels vor der Brust gekreuzter Arme zu kennzeichnen.

Die nächste Aufführung findet am Samstag, 21. Juni, statt. Weitere Termine auf www.freilichtbuehne- hallenberg.de

Von Marise Moniac

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Fotos: „Die Päpstin“ feierte Premiere in Hallenberg

„Die Päpstin“ feierte Premiere in Hallenberg

Quelle: HNA

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