Großbrand in Kirchhainer Supermarkt: Kripo geht von Brandstiftung aus

Kirchhain. Ein Großbrand hat am Sonntagmorgen einen Supermarkt in Kirchhain (Kreis Marburg-Biedenkopf) in Schutt und Asche gelegt. Nach den ersten Untersuchungen der Brandursachenermittler der Kripo Marburg entstand das Feuer im Außenbereich des Marktes.

Aktualisiert Montag, 21. März, 17.30 Uhr

Das ist der Ort, an dem bis zu einer Höhe von zwei Metern Pappe und Kartonage lagerte. Da die Ermittler eine Brandentstehung durch eine elektrische Ursache ausschließen, gehen sie von vorsätzlicher beziehungsweise fahrlässiger Brandstiftung aus, heißt es in einer Pressemitteilung. Ein Großaufgebot von Feuerwehrleuten verhinderte ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude, darunter ein Schuhladen und Getränkemarkt. Verletzt wurde niemand.

Der Schaden liegt nach ersten Schätzungen im sechsstelligen Bereich Zu Spitzenzeiten waren mehr als 200 Einsatzkräfte von mehreren Feuerwehren, DRK, Rettungsdienst und Technischem Hilfswerk (THW) im Einsatz. Über drei Drehleitern, mit Wasserwerfern und mehreren Rohren bekämpften die Einsatzkräfte das Feuer.

Wegen Einsturzgefahr konnte der Markt nicht mehr betreten werden, so dass der Löschangriff von Außen erfolgen musste. Angefacht wurde das Feuer nach bisherigen Erkenntnissen auch durch explodierende Feuerwerkskörper, die in dem Markt gelagert waren.

Wegen der starken Rauchentwicklung wurden Anwohner über Radiodurchsagen aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Bei Schadstoffmessungen der Feuerwehr in einem Umkreis von zwei Kilometern wurden jedoch keine erhöhten Schadstoffwerte nachgewiesen werden. Eine vorbeiführende Straße wurde während der Löscharbeiten gesperrt.

Quelle: HNA

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