Feuerwehr Allendorf-Hardtberg hat Imagevideo gedreht - Hier anschauen

Stolzer Wehrführer: Mario Seitz zeigt an seinem Arbeitsplatz bei der Frankenberger Bank das Video über die Feuerwehr Allendorf-Hardtberg, das bei Youtube zu sehen ist. Foto:  Paulus

Allendorf-Hardtberg. Manuel Seitz fährt mit seinem Mofa durchs Feld, zwei Mädchen spielen auf der Straße, Dennis Dersch mäht Rasen im Dorf, und Mario Seitz sitzt im Büro am Computer.

Ein ganz normaler Tag für die Menschen in Allendorf-Hardtberg. Plötzlich entdecken die Kinder Rauch in einem Haus. Sie drücken den Alarmknopf, die Sirene heult im Dorf, und dann geht alles ganz schnell: Die Männer verlassen ihre Arbeit und machen sich auf zum Feuerwehrhaus.

So beginnen viele Einsätze für die freiwilligen Feuerwehrleute in dem Frankenauer Stadtteil. Diesmal ist es zum Glück kein echter Brand. Das alles ist nur gestellt – für den Videofilm, den die Allendorfer über ihre Feuerwehr gedreht haben. Der actionreiche Imagefilm wurde jetzt in der Jahreshauptversammlung erstmals gezeigt und ist im Internet bei Youtube zu sehen.

Hier geht es zum Imagefilm der Feuerwehr

„Der Film soll ein Zeitzeuge über unsere Feuerwehr sein“, sagt Wehrführer Mario Seitz. „Er wird wohl nicht mehr aus dem Internet verschwinden und ist irgendwann ein historisches Dokument.“ Es sei aber auch darum gegangen, „die Mitglieder bei Laune zu halten“, das gelte ja in jedem Verein. „Man muss immer etwas bieten, das versuchen wir mit viel Engagement und Eigenleistung.“ Die Resonanz im Dorf sei super gut. „Das ist unser Film“, sagt auch Mario Seitz stolz.

Zu Beginn haben sich die Feuerwehrleute ein kleines Drehbuch überlegt. „Wir wollten einen stinknormalen Tag zeigen“, sagt Seitz. „Dann braucht jemand Hilfe, und alle sind bereit, ihre Arbeit stehen und liegen zu lassen.“ Dies sei auch das Motto des Films: „Wir sind eine kleine Feuerwehr, helfen aber gern.“

Gedreht wurde im vergangenen Herbst einen ganzen Tag lang. Sieben Feuerwehrleute und drei Kinder haben mitgespielt. Für die Aufnahmen und den Schnitt des fünf Minuten langen Films haben sich die Allendorfer professionelle Unterstützung eines Filmteams geholt. Szene für Szene wurde gedreht – „ganz realistisch wie bei einer Übung, nur etwas langsamer für die Kamera, und manchmal mussten Szenen wiederholt werden“, erzählt Seitz. Den Rauch haben die Allendorfer mit ihrer neuen Nebelmaschine gemacht, die sie für Übungen gekauft hatten.

„Jemand braucht Hilfe, und alle sind bereit, ihre Arbeit stehen und liegen zu lassen.“

Mario Seitz

Nach den Dreharbeiten haben die Darsteller noch in gemütlicher Runde zusammengesessen – so wie sie es oft nach Übungen und Einsätzen tun. Die gesellige Runde sei auch ein mögliches Ende für den Film gewesen, erzählt Seitz, denn auch das gehöre ja zur Feuerwehr. Um aber die Geschichte weiterzuerzählen, dass die Feuerwehrleute für den Einsatz ihre Arbeit stehen und liegen lassen, endet der Film nun so: Mario Seitz kehrt nach dem Einsatz ins Büro an seinen Schreibtisch zurück, erst hier bemerkt er, dass er noch Ruß im Gesicht hat.

Von Jörg Paulus

Quelle: HNA

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