Beide Schlüssel lagen im Fahrzeug

Zentralverriegelung ging zu: Feuerwehr befreit Kleinkind aus Auto

Mengeringhausen. Einen elfmonatigen Jungen, der in einem Auto eingeschlossen war, haben Feuerwehrleute am Samstagabend befreit. Die Eltern riefen die Brandschützer um Hilfe.

Sie hatten vergeblich auf einen Servicetechniker gewartet und schließlich den Notruf gewählt.

Das Kleinkind saß in seinem Kindersitz auf der Rückbank des elterlichen Wagens, der in der Straße Auf der Schanze im Arolser Stadtteil Mengeringhausen am Fahrbahnrand abgestellt war. Nach Angaben des Vaters, der sich außerhalb des Wagens befand und noch etwas holen wollte, lagen beide Autoschlüssel in dem Opel Kombi. Als sich plötzlich die Zentralverriegelung wie von selbst aktivierte, war der Junge eingeschlossen. Der Vater verständigte einen Pannendienst und schilderte die Lage.

Als nach gut etwa einer Stunde noch kein Servicetechniker eingetroffen war und auch die nochmalige Nachfrage keine verlässliche Auskunft zum voraussichtlichen Eintreffen zu bekommen war, stieg auch in dem Kleinkind die Angst hoch. „Der Kleine hat sich so sehr da reingesteigert, dass er sich erbrach“, sagte eine Augenzeugin. Die Eltern verständigten schließlich gegen 21 Uhr die Leitstelle – und bekamen innerhalb weniger Augenblicke Hilfe.

Die Feuerwehren aus Mengeringhausen und Bad Arolsen rückten aus, ebenso der Notarzt und die Besatzung eines Rettungswagens. Mit einem Spezialwerkzeug „haben wir eine kleine Fensterscheibe auf der Beifahrerseite zertrümmert“, sagte der Mengeringhäuser Wehrführer Jörg Jakobschak. Die Scheibe habe man zuvor mit einer Folie abgeklebt, damit keine Splitter in den Innenraum fliegen. Mit einem Kunststoffhaken sei dann die Tür entriegelt und geöffnet worden.

Notarzt und Rettungsassistenten kümmerten sich gemeinsam mit der Mutter um den Jungen, der bitterlich weinte. Vorsorglich wurden Mutter und Sohn in die Kasseler Kinderklinik gebracht, wo der junge Patient über Nacht zur Beobachtung bleiben sollte.

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Quelle: HNA

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