Feuerwehr-Digitalfunk: Schulung läuft auf Hochtouren

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Seminar für Digitalfunk: Klaus-Dieter Arnold (rechts), Ausbilder für den Sprechfunk, erklärt Reiner Strieder, Ehrengemeindebrandinspektor der Feuerwehr Bromskirchen, das neue Funkgerät.

Waldeck-Frankenberg. Der leistungsfähigere Digitalfunk ist bei den Feuerwehren im Kreis auf dem Vormarsch. Die meisten haben die Technik in ihre Fahrzeuge eingebaut, auch viele Sendemasten stehen schon.

Mehr als die Hälfte der Sende-Anlagen stehen, die Feuerwehrleute in Waldeck-Frankenberg werden in die neue Technik eingeführt: Im Kreis wird eifrig auf Digitalfunk umgerüstet.

„Die meisten Wehren haben die Technik auch schon in die Fahrzeuge eingebaut“, sagte Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick der HNA.

Die Ablösung des analogen Sprechfunks durch den Digitalfunk sei ein Prozess, der sich deutschlandweit in der Umsetzung befinde.

Mit Blick auf Waldeck-Frankenberg sagte Biederbick: „Derzeit werden alle Sprechfunker in die digitale Technik eingewiesen. Nach den Planungen haben bis Mitte des Jahres 17 von insgesamt 22 Kommunen des Landkreises sowie der Rettungsdienst die Umschulungen abgeschlossen und stellen zunächst auf digitalen Einsatzstellenfunk um.“

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Die analogen Geräte blieben solange in den Fahrzeugen, bis das digitale Netz fertig aufgebaut, eingemessen und überprüft sei.

In der Aufbau- und Abnahmephase werde es immer wieder zu Netzausfällen kommen. Auch für Fahrten bei Rettungsdienst- oder Katastropheneinsätzen in andere Bundesländer, in denen der Netzausbau noch nicht soweit fortgeschritten sei, müsse die analoge Technik noch beibehalten werden.

Biederbick: „Ab 2015 soll dann auf analoge Funkgeräte und spätestens Ende 2015 auch auf die analogen Meldeempfänger verzichtet werden.“

Der Netzausbau für den Digitalfunk ist ebenfalls schon weit vorangeschritten. 16 der 29 vorgesehenen Standorte der Sende- und Empfangsanlagen sind laut Biederbick bereits ins neue Netz integriert.

Der Digitalfunk gilt als leistungsfähiger. Er bietet besseren Empfang über große Distanzen.

Von Philipp Daum

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Quelle: HNA

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