70 Feuerwehrleute und DRK-Mitarbeiter probten in Dodenau den Ernstfall

Rettung mit der Schleifkorbtrage: Eine schwer verletzte Person (in diesem Fall ein Puppe) wurde von DRK-Helfern und Feuerwehrleuten zunächst transportfertig gemacht und dann vorsichtig abgeseilt. Fotos: Hoffmeister

Dodenau. Sirenenalarm ertönt am Donnerstagabend in Dodenau. Wenige Minuten später treffen die ersten Einsatzkräfte am Hotel Sassor ein. 70 Feuerwehrleute aller Battenberger Ortsteile sowie DRK-Helfer aus Dodenau und Frankenberg proben den Ernstfall.

Der Dodenauer Wehrführer Hartmut Specht hatte drei Szenarien ausgearbeitet:

• im so genannten Schulze-Haus gibt es einen Brand mit starker Rauchentwicklung. Übungsziel ist hier, das Treppenhaus rauchfrei zu halten. Dafür werden die neuen Rauchverschlüsse eingesetzt, starke Lüfter in Position gebracht und eine Abluftöffnung von außen (Fenster im Obergeschoss) geschaffen.

• in einer Scheune des Hotels Sassor wird das Retten von Verletzten mit Schaufeltrage, Schleifkorbtrage und den neuen Spine-Boards geübt. Mit Unterstützung von DRK-Helfern werden zunächst die Verletzten versorgt. Es geht auch um Retten aus größerer Höhe.

• hinter dem Hotel Sassor ist technische Hilfeleistung angesagt. Dabei kommen unter anderem eine Motorflex, Kettensägen und Glassägen zum Einsatz. Als Übungsobjekt dient auch ein alter Pkw.

„Wir wollen, dass Einsatzkräfte aus verschiedenen Ortsteilen, Feuerwehrleute und DRK-Mitarbeiter, zusammenarbeiten, die das sonst nicht jeden Tag tun“, erläuterte der stellvertretende Stadtbrandinspektor Dirk Schneider. Das „Ausprobieren“ unterschiedlicher Hilfsmittel und Rettungstechniken - etwa der neuartigen Spine-Boards - sei dabei auch ganz wichtig.

Die drei Einsatzabschnitte standen unter der Leitung von Hartmut Specht, Dirk Schneider und Stephan Bergener. Als Beobachter war Stadtbrandinspektor Michael Wenzel vor Ort. (off)

Bilder der Übung

Großübung der Battenberger Feuerwehren in Dodenau

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Quelle: HNA

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