Wintervergnügen des Allendorfer Männergesangvereins „Liederkranz“

„Feuerwerk der guten Laune"

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Allendorf (Eder) - Ein „Feuerwerk der guten Laune“ hat der Allendorfer Männergesangverein „Liederkranz“ Samstag Abend im Bürgerhaus abgebrannt.

Die Gäste erfreuten sich ambei dem traditionellen Wintervergnügen an einem bunten musikalischen Programm, das die Akteure des Traditionsvereins auf die Beine gestellt haben. Die Qualität und Originalität der Beiträge könnten sich schon im Vorfeld im Dorf rumgesprochen haben, denn das Bürgerhaus war bis auf den letzten Platz besetzt – im deutlichen Kontrast zu der Feier ein Jahr zuvor. Lieder über den Wein und das Fröhlichsein trugen die beiden Chöre des MGV vor und stimmten damit perfekt auf die Tanzparty ein. Eine musikalische Show der Kuriositäten und Superlative boten die Mundharmonikamusiker des MGV. Sie spielten auf ihren angestammten Instrumenten bekannte Melodien, darüber hinaus präsentierten sie Mundharmonikas aller Größen und aus aller Welt. Die kleinste maß ganze zwei Zentimeter. Andere Instrumente waren zusätzlich ausgestattet mit Fahrradschellen und Trompetenenden. Die größte Mundharmonika aber hatten die Allendorfer selbst gebaut. Der MGV beansprucht für sie die Eintragung im „Guiness-Buch der Rekorde“ als größte Mundharmonika der Welt.

Heinz-Gerd Hedderich hatte aus allerlei Abflussrohren Allendorfer Firmen in der Bahnhofstraße ein mehrere Meter langes Alphorn gebastelt. Zwei Sketche von Loriot spielten Ulrike Noll und Gerd van Gelder. Mit „Das Ei“ und „Feierabend“ glossierten sie die Tristesse des Ehealltags. Ins Rotlichtmilieu entführten einige Sängerinnen des Frauenchors ihr Publikum. „Das gibt´s nur auf der Reeperbahn bei Nacht“ wurde kurzerhand umgedichtet zu: „Das gibt´s jetzt auch in Allendorf bei Nacht“. Eine Verfremdung gab‘s auch beim Männerchor: Das Erfolgsstück „Weit, weit weg“ von Hubert von Goisern gefiel auch in „Ahlderfer Platt“: „Dü best sö weit, weit fort vo mer, dos düdd mer leed, komm doch zü mer!“ Dann glossierten die Sänger das „Dschungelcamp“. Abgewandelter Text: „Tief im Dschungel der Kakerlaken…“ Großartig die dazu gebotene Melodie: „The lion sleeps tonight“ sorgte für Begeisterungstürme und Zugabeforderungen. Höhepunkt des Abendprogramms war der Auftritt der Stimmungskanonen von der MGV-“Ranzengarde“ mit den Akteuren Manfred Traute, Werner Mohr, Erhard Jakobi, Wolfgang Hofmann und Manfred Ludwig. In ihren Liedern glossierten sie auch wieder das kommunale Geschehen, etwa den neuen Kreisverkehr, den Konflikt zwischen dem Allendorfer und dem Battenberger Bürgermeister und die millionenschweren Investitionen im benachbarten Rennertehausen. Wenn dort schon der Kindergarten neu gebaut und zu einem Begegnungszentrum erweitert werde, dann sollten sich die Menschen dort auch treffen. Kein Verständnis hatten die „Ranzengardisten“ dafür, dass das Dorfgemeinschaftshaus in Rennertehausen ebenfalls für viel Geld umgebaut – der Rennertehäuser Karneval aber nach Battenberg verlagert wurde. Noch lange wurde nach den fast dreistündigen Darbietungen im Bürgerhaus gefeiert, gelacht und getanzt, eine bunte Palette der Unterhaltungsmusik spielten die zwei Akteure der Band „Sauerland-Express“ aus Krefeld. ied

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