Gemünden

Firma Alpla bietet Stadt Gemünden Abwärme für das Freibad an

- Gemünden (apa). Die Firma Alpla bietet der Stadt Gemünden an, das Schwimmbad als Wärmetauscher zu benutzen und damit kostenlos für die Beheizung zu sorgen. Die Stadt müsste eine 600 Meter lange Nahwärmeleitung bauen lassen.

Bei der Herstellung von Kunststoffverpackungen entsteht eine Menge Wärme. Im Winter heizt die Firma Alpla damit die eigenen Räume, doch im Sommer wird sie vernichtet: In Kühltürmen wird das 50 Grad heiße Wasser abgekühlt. Weil der größte Arbeitgeber der Stadt seine Versorgungsleitungen umstrukturiert, ist er auf die Stadt zugekommen und hat erneut angeboten, die Wärme kostenlos zur Verfügung zu stellen, um damit das Freibad zu heizen, wie Regionalmanager Holger Kaiser am Dienstag bestätigte.Um dieses Angebot nutzen zu können, müsste die Stadt eine Nahwärmeleitung bauen lassen. Nach ersten unverbindlichen Anfragen würde dies rund 170 000 Euro kosten, sagte Bürgermeister Frank Gleim. Eine isolierte Leitung würde auf einer Strecke von rund 600 Metern vom Alpla-Werk unter einem Feldweg verlaufen und zum Schwimmbad führen.

Nach Informationen von Frank Gleim könnten die Arbeiten innerhalb von etwa fünf Wochen abgeschlossen und die neue Wärmeleitung am Netz sein – und damit bereits in der Saison 2010 für warmes Wasser in den Becken des Freibads sorgen. „Das Projekt ist aber nur dann noch für diesen Sommer umsetzbar, wenn die Stadtverordneten in der Sitzung am Donnerstag eine Entscheidung treffen“, betonte Gleim. Der Magistrat hat sich bereits einstimmig für den Bau der Wärmeleitung ausgesprochen.

Die Stadtverordneten tagen am Donnerstagabend öffentlich ab 20 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus in Sehlen. Dann stehen neben dem Thema Nahwärmeleitung auch die Umfeldgestaltung des evangelischen Kindergartens und die Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Bauhofgebäude auf der Tagesordnung.

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