19-Jähriger hatte 2,23 Promille im Blut

Auf Flucht vor Polizei verunglückt

Marburg. Ein Betrunkener ist vor der Polizei geflüchtet und hat sich mit seinem Auto überschlagen. Er hatte 2,23 Promille. Ganz kurz vor dem Ende der Probezeit für seinen Führerschein verunglückte am Montag ein 19-jähriger alkoholisierter Marburger, wie die Polizei am Dienstag mitteilte.

Einer Pressemeldung zufolge hatte sich der junge Mann einer Polizeikontrolle durch seine Flucht schon entzogen, als er auf seinem weiteren Weg von der winterglatten Straße abkam und sich überschlug. An seinem Astra entstand ein Totalschaden. Obwohl der 19-Jährige keinen Sicherheitsgurt angelegt hatte, wurde er nur leicht verletzt. Der Alkotest bei dem jungen Mann zeigte 2,23 Promille.

Die Polizei veranlasste eine Blutprobe und stellte den Führerschein sicher. Um kurz nach 18 Uhr hatte ein Autofahrer der Polizei einen Astra auf der Bundesstraße 3 gemeldet, der wegen unsicherer Fahrweise aufgefallen war. Als eine Streife dorthin fuhr, kam den Beamten dieser Wagen entgegen. "Als der Streifenwagen wendete, gab der Opelfahrer Gas und steuerte mit hoher Geschwindigkeit auf Ginseldorf zu", erklärte Polizeisprecher Martin Ahlich.

Der Fahrer habe sich auch von Blaulicht und Martinshorn nicht stoppen lassen. Bei einem Tempo von mehr als 80 Stundenkilometern brach die Streife auf der winterglatten Straße am Ortseingang von Ginseldorf die unmittelbare Verfolgung aus Sicherheitsgründen für Passanten, den flüchtenden Autofahrer und für sich selber ab. Die Polizei verlor den Astra im Ort aus den Augen.

Zwischen Ginseldorf und Bauerbach hinter einer Kurvenkombination mit anschließender Kuppe lag sichtbar frischer Schnee auf der Straße. Im Feld daneben waren Spuren eines Aufpralls sichtbar. Etwa 90 Meter von dieser Stelle entfernt, lag der Astra 40 Meter neben der Straße auf dem Dach im Feld. Der 19-jährige saß bewusstlos und nicht angeschnallt auf dem Fahrersitz. Das Radio lief mit hoher Lautstärke. Wenig später wachte der Mann auf.

Er roch deutlich nach Alkohol und bestätigte auf Anfrage, dass er allein im Auto unterwegs war. An sichtbaren Verletzungen trug er eine Kopflatzwunde davon. Der Schaden an dem Opel beträgt etwa 10.000 Euro. (nh/jun)

Quelle:www.112-magazin.de

Quelle: HNA

Kommentare