Platz gibt es genug

Flüchtlinge: Kreis und Kommunen bereiten sich auf Familiennachzug vor

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Wohncontainer: Diese Mobilheime an der Frankenberger Ruhrstraße sind nun bezugsfertig. Laut Kreis sollen dort demnächst Flüchtlinge untergebracht werden.

Waldeck-Frankenberg. Es gibt derzeit genug Wohnraum für Flüchtlinge im Landkreis. Doch die nächste Herausforderung wartet: der Nachzug von Familienangehörigen.

Während Landkreis und Kommunen in den vergangenen Monaten kaum wussten, wo sie die zugewiesenen Flüchtlinge unterbringen sollten, hat sich die Wohnraumlage nun entspannt. In manchen Gemeinden gibt es sogar leichten Leerstand. Doch nun bereiten sich Kreis und Kommunen auf den Nachzug von Familienangehörigen vor.

So fasst Bromskirchens Bürgermeiser Karl-Friedrich Frese die Entwicklung zusammen, die die Bürgermeister aus dem Landkreis in ihrer jüngsten Versammlung beschrieben haben. Nach Prognosen des Landes kommen im zweiten Quartal 2016 pro Woche etwa 20 neue Flüchtlinge in den Landkreis und werden verteilt - im Herbst waren es mehrere Hundert im Monat.

Die Kommunen hatten zahlreiche Wohnungen angemietet. Einige stehen jetzt leer. Befristete Mietverträge sollen auslaufen und nicht verlängert werden, erläutert Frese. Das gelte auch für vom Landkreis angemietete Gemeinschaftsunterkünfte.

Doch Wohnraum werde auch künftig gebraucht: für den sich nach und nach einstellenden Familiennachzug. Frese beschreibt die Lage so: Die nachziehenden Familienangehörigen unterliegen nicht dem Asylbewerberleistungsrecht, sondern bekommen „normale“ Sozialleistungen. So sind sie auch selbst für die Suche und das Anmieten von Wohnraum verantwortlich. Wohnraum fehlt aber, weil er für die Flüchtlingsunterbringung von den Städten und Gemeinden mobilisiert wurde.

Gemeinsam mit Landkreis und Jobcenter haben die Bürgermeister laut Frese erste Absprachen auf den Weg gebracht: Durch Umzüge und Zusammenlegungen von Einzel-Flüchtlingen sollen so Wohnungen für nachziehende Familien zur Verfügung gestellt werden. Und auch die von den Kommunen angeschafften Wohncontainer würden gebraucht.

Die ersten Mobilheime, die in Litauen angeschafft wurden, sind nun bezugsfertig. 

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Quelle: HNA

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