Flüchtlinge wollen bleiben

Referierten bei einer Versammlung des Wirtschaftsrates Waldeck-Frankenberg über die Integration von Flüchtlingen: (von links) Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke, Landrat Dr. Reinhard Kubat, der Landtagsabgeordnete Armin Schwarz, Bernd Wilke von der Agentur für Arbeit, Uwe Wacker (Sprecher des Wirtschaftsrates Waldeck-Frankenberg), Waldecks Bürgermeister Jörg Feldmann und Manfred Greis, Generalbevollmächtigter der Firma Viessmann in Allendorf-Eder. Foto: Hoffmeister

Der Wirtschaftsrat hatte Politiker, Vertreter der Arbeitsagentur und Wirtschaftsfachleute eingeladen, um sich über die Probleme und Chancen der Zuwanderung auszutauschen.

Allendorf/Eder. Bis zu 13 000 Flüchtlinge haben das Kasseler Regierungspräsidium und die fünf nordhessischen Landkreise zu Spitzenzeiten in Erstaufnahme-Einrichtungen untergebracht. „Ohne Netzwerkerei hätten wir das nicht geschafft“, sagte Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke in einer Veranstaltung des Wirtschaftsrates zum Thema „Flüchtlinge, Arbeitsmarktmöglichkeiten und Fachkräftemangel“. Gastgeber war das Heiztechnik-Unternehmen Viessmann in Allendorf-Eder.

„Die Sprache ist das Hauptproblem und der Schlüssel zur Integration.“ In diesem Punkt waren sich alle Redner einig. Nach den Worten von Landrat Dr. Reinhard Kubat gibt es derzeit etwa 4000 Flüchtlinge im Landkreis - mit unterschiedlichem Status. Der Landrat rückte die Chancen der Zuwanderung in den Blickpunkt: Unter den Flüchtlingen seien viele junge Menschen und viele Männer. „Dank vieler ehrenamtlicher Initiativen und den Kommunen haben wir den Integrationsprozess bisher ganz prima geschafft“, lobte Dr. Kubat.

Die Schließung der so genannten „Balkan-Route“ habe „gewirkt“ und ganz wesentlich zur Senkung der Flüchtlingszahlen beigetragen, sagte der CDU-Landtagsabgeordnete Armin Schwarz. Nach seiner Überzeugung muss die „Balkan-Route“ geschlossen bleiben.

Auch Schwarz sieht Chancen für den Arbeitsmarkt: Zwei Drittel der Neuankömmlinge aus dem ersten Quartal seien junge Männer, fast 72 Prozent unter 30 Jahren. Der Landtagsabgeordnete verwies auf Intensivklassen und 800 zusätzliche Lehrerstellen. Für die Schaffung von Ausbildungsstellen für junge Flüchtlinge gebe es Förderprogramme. Allein die Kosten für die Flüchtlings-Unterbringung seien von 40 Millionen Euro in 2012 auf 1,3 Milliarden Euro hochgeschnellt.

„Für uns waren das dramatische Wochen“, blickte Waldecks Bürgermeister Jörg Feldmann aus Sicht der Kommunen auf die oft sehr kurzfristige Flüchtlings-Zuweisung zurück. Die Mitarbeiter der Ordnungs- und Sozialämter hätten enorme Arbeit geleistet. Feldmann dankte aber auch den Vereinen und den vielen Ehrenamtlichen.

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Quelle: HNA

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