Platz für 66 Bewohner

Flüchtlingsheim am Frankenberger Kegelberg: Einzug am 19. November

In einem der Zimmer: Betreiber Günther Ahlborn zeigt einen schon fertigen Raum in dem neuen Flüchtlingsheim am Kegelberg in Frankenberg. Jedes Zimmer soll mit Schrank, Tisch, Stühlen, Betten, Kühlschrank und Fernsehanschluss eingerichtet werden. Fotos:  Paulus

Frankenberg. Die ersten Bewohner des neuen Flüchtlingsheims am Kegelberg in Frankenberg werden am Mittwoch, 19. November, einziehen. Das sagte Betreiber Günter Ahlborn am Dienstag der HNA.

Das ehemalige EAM-Gebäude im Nordosten der Stadt wird derzeit so umgebaut, dass es Platz für 66 Bewohner bietet. Es wird damit das größte Asylbewerberheim im Altkreis Frankenberg. Die Wohnungen im Obergeschoss sind bereits soweit eingerichtet, dass dort bis zu 28 Menschen einziehen können. Im Erdgeschoss wird noch umgebaut.

Um die Unterkunft hatte es Diskussionen gegeben, weil Anwohner sie nicht in ihrer Nachbarschaft haben wollen. Es hatten sich aber auch Helfer und Unterstützer gemeldet.

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„Es hat sich alles ein bisschen gedreht“, sagt Günter Ahlborn mittlerweile. Anfangs seien viele Leute in unmittelbarer Nachbarschaft „erstmal geschockt“ gewesen, was er verstehen könne, als sie von seinen Plänen erfuhren, im ehemaligen EAM-Gebäude am Kegelberg in Frankenberg Flüchtlinge unterzubringen. „Jetzt sind viele aber positiver gestimmt“, hat er festgestellt.

Nachdem Anwohner vom Kegelberg bei einer Gesprächsrunde Anfang Oktober ihre Ängste, Sorgen und teilweise Ablehnung ausgedrückt hatten, hatten die Ahlborns die Nachbarschaft zu einer Besichtigung der Baustelle eingeladen. „Viele waren beruhigter, als sie gesehen haben, wie es werden soll“, sagt Günter Ahlborn. „Es war auf jeden Fall gut, dass wir an die Öffentlichkeit gegangen sind.“

66 Bewohner sei zwar schon „eine Hausnummer“, das Ehepaar habe aber mittlerweile viel positive Resonanz erfahren. Die Entscheidung, Flüchtlingen ein neues Zuhause geben zu wollen, hätten sie jedenfalls nicht bereut. Und ein Runder Tisch zur Integration der Flüchtlinge hat sich in der Zwischenzeit auch gegründet.

Von Jörg Paulus 

Warum in dem Gebäude mehr umzubauen war, als die Ahlborns gedacht hatten, lesen Sie in der gedruckten Mittwochsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Quelle: HNA

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