Rosenthal

Flugchaos bremst „Twike“ aus

- Rosenthal (-sg-). Das „Finemobile“-Team fliegt mit seinem Prototypen „Tw4XP“ erst im Juni in die USA, um am Wettbewerb um den „X Prize“ teilzunehmen.

Wettbewerbe sind meistens spannend – aber auf diese Form von Spannung hätten der „Finemobile“-Geschäftsführer Martin Möscheid und sein Team getrost verzichten können. Mehr als ein Jahr haben die Tüftler mit Forschern der Kasseler Universität und weiteren Fachleuten ein neues Modell ihres Elektromobils „Twike“ entwickelt, mit dem sie wie berichtet um den mit zehn Millionen Dollar dotierten amerikanischen „X Prize“ kämpfen wollen. Am morgigen Sonntag sollte das dreirädrige Fahrzeug per Luftfracht in die USA gehen. Und nun das: kein Flug frei. Das Problem hat einen Namen: Eyjafjallajökull. So heißt der isländische Vulkan, dessen riesige Aschewolke eine Woche lang den Luftverkehr über weiten Teilen Europas lahmgelegt hat. Und so warten nicht nur Zehntausende Passagiere darauf, endlich wieder heim zu kommen, am Boden steht auch noch jede Menge Fracht, die ausgeliefert werden muss. Dieses Cargo-Chaos trifft auch die Rosenthaler Autobauer, sie bekamen von der Fluggesellschaft die Mitteilung: Es wird nichts mit dem für Sonntag gebuchten Flug. Eigentlich hätten sie ihr Elektromobil am Freitag in eine Holzkiste verpackt und zum Frankfurter Flughafen gebracht, Martin und Wolfgang Möscheid sowie Bernd Werner wollten in einer Passagiermaschine hinterherfliegen und ihr „Twike“ am Montag in Chicago in Empfang nehmen. Denn an diesem Tag beginnt an der Rennstrecke „Michigan International Speedway“ der erste Teil des Wettbewerbs: der „Shakedown Stage“ mit Sicherheits- und Dynamik-Tests. Nur wer die besteht, kommt in die zweite Phase. Was tun? War alle Anstrengung umsonst? Bis Donnerstag Abend saßen die Rosenthaler am Computer und mailten fieberhaft mit der amerikanischen Wett-
bewerbsleitung – dann ein Aufatmen: Das Team bleibt im Rennen, es darf sein Fahrzeug später vorstellen und testen lassen. Neuer Termin: 16. bis 18. Juni.

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