Junger Mann schwebt in Lebensgefahr

Flugzeugabsturz in Allendorf-Eder: Pilot übte für praktische Prüfung

Allendorf/Eder. Nach dem Absturz eines Kleinflugzeugs am Dienstagabend bei Allendorf/Eder hat die Polizei am Mittwochmorgen neue Details bekanntgegeben.

Der 29-jährige Pilot, einziger Insasse des Kleinflugzeugs, schwebe weiter in Lebensgefahr, sein Zustand sei aber stabil. Bei dem Piloten handelt es sich um einen 29-jährigen Flugschüler aus Rudolstadt/Thüringen, der zurzeit in einem Allendorfer Ortsteil wohnt. Das Flugzeug gehört dem Luftsportverein Ederbergland, der am Flugplatz in Allendorf zu Hause ist.

Zur Absturzzeit am Dienstag gegen 18 Uhr setzte der Flugschüler, der sich allein in dem Flugzeug befand, zur Landung an, musste aber noch eine Platzrunde drehen, weil ein Jet starten wollte. Auf dieser Platzrunde meldete der 29-Jährige technische Schwierigkeiten, verschwand im Sinkflug aus dem Sichtfeld des Towers und stürzte in das nahegelegene Waldstück. Ein Revierförster, der den Absturz beobachtete, eilte sofort zur Unfallstelle. Der Pilot hatte sich zwischenzeitlich aus dem Wrack befreit, kollabierte dann aber an der Absturzstelle. Der Flugschüler hatte ab 15.45 Uhr mit seinem Fluglehrer gemeinsam Starts und Landungen absolviert, um sich auf die praktische Flugprüfung vorzubereiten.

Die theoretische Prüfung hatte er bereits bestanden. Nach einigen gemeinsamen Starts und Landungen, setzte der Flugschüler seine Flugstunden alleine weiter fort, der Fluglehrer beobachtete ihn dabei aus dem Tower. "Das ist so üblich", sagte Polizeisprecher Volker König am Mittwochmorgen. Aufgrund der Dunkelheit konnte die Unfallstelle am Dienstagabend nicht mehr untersucht werden. Am Mittwochmorgen nahm ein Gutachter der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) an der Unglücksstelle seine Arbeit auf. Bislang liegen keine Hinweise auf die Unfallursache vor.

Kleinflugzeug im Wald bei Allendorf/Eder abgestürzt

Quelle: HNA

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