Rennertehausen

Fluss „übersehen“: Allendorfer fährt mit seinem BMW in die Eder

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- Rennertehausen (jos). Ein junger Mann aus Allendorf ist am Dienstagabend mit seinem BMW schnurstracks in die Eder gefahren. Er konnte sich gerade noch rechtzeitig aus seinem Auto retten.

Wie es dazu gekommen ist, dass der Mann mit seinem Auto in den Fluss gefahren ist – das konnte sich keiner der zur Eder alarmierten Feuerwehrleute erklären. Auf Nachfrage von Einsatzleiter Robert Stutzmann erklärte der unverletzte BMW-Fahrer, er habe die Eder übersehen. Der Mann beteiligte sich selbst an der Suche nach dem versunkenen Auto.

er Allendorfer war mit seinem Auto gegen 18 Uhr auf einem Feldweg zwischen Berghofen und Rennertehausen unterwegs gewesen. Und dieser Weg führt direkt in eine Furt, die im Sommer, bei niederigem Pegel der Eder, von Landwirten mit ihren Traktoren durchfahren wird.

Weil er nur mit Standlicht gefahren sei, habe er den Fluss nicht bemerkt, berichtete der junge Mann den Feuerwehrleuten. Abblend- und Fernlicht seines Autos seien durch einen Unfall kaputt gewesen. – An der Furt habe die Eder derzeit einen Pegel von ungefähr einem Meter, schätzten die Feuerwehrleute. Zudem hat der Fluss momentan eine starke Strömung. Gerade noch rechtzeitig hatte sich der Autofahrer aus seinem Wagen retten können. Weil die Strömung so stark ist, trieb die Eder den BMW rund tausend Meter flussabwärts.

Wenige hundert Meter vor der Ederbrücke bei der Rennertehäuser Mühle versank das Auto schließlich mit der Motorhaube im Fluss. Nur noch das Heck schaute aus der Eder heraus, als die Feuerwehrleute mit Taschenlampen den Fluss abliefen, um den BMW zu suchen.

„Da können wir nichts machen“, stellten die Feuerwehrleute nüchtern fest. „Wir brechen ab“, sagte Gemeindebrandinspektor Stutzmann, nachdem er der Rettungsleitstelle gemeldet hatte, dass das Auto gefunden wurde. Eindringlich warnte Stutzmann den BMW-Fahrer: „Versuchen Sie bloß nicht, den Wagen selber zu bergen.“ Eine Spezialfirma sei nun gefragt. Ein anderer Feuerwehrmann sagte dem Autofahrer: „Das wird teuer.“

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